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13.12.2019 | Außer der Reihe | Ausgabe 2/2020

Der Onkologe 2/2020

Psychoonkologischer Versorgungsbedarf in Krebszentren

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 2/2020
Autoren:
Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf, Hermann Faller, Peter Herschbach, Klaus Hönig, Beate Hornemann, Andrea Petermann-Meyer, Tanja Zimmermann, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), Beirat der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)
Wichtige Hinweise
An dem Artikel haben die Vorstände und Beiräte der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) der Amtszeiten 2016–2018 sowie 2018–2020 mitgearbeitet. Vorstand: A. Mehnert-Theuerkauf, T. Zimmermann, B. Hornemann, K. Hönig, A. Petermann-Meyer, A. Dinkel, A. Karger. Beirat: G. Bruns, H. Faller, P. Herschbach, G. Schilling, S. Singer, C. Demmerle, U. Goerling.
Zu diesem Beitrag ist ein Kommentar online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00761-020-00809-3 verfügbar.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die psychosozialen Konsequenzen einer Krebserkrankung sind gut erforscht und zeigen im kurz- wie längerfristigen Krankheitsverlauf ein erhebliches Belastungsausmaß der Betroffenen. Psychoonkologische Interventionen helfen Erkrankten und ihren Angehörigen, mit diesen Belastungen umzugehen. Sie reduzieren signifikant psychische Belastungen und verbessern die Lebensqualität.

Ziel

Mit Blick auf eine bedarfsgerechte psychoonkologische Versorgung hat ein Expertengremium erstmals für Deutschland einen Bedarfsalgorithmus Psychoonkologie für den stationären psychoonkologischen Dienst erstellt.

Methoden

Der Versorgungsalgorithmus berücksichtigt (i) die evidenzbasierte Schätzung der psychischen Komorbidität (objektiver Bedarf) sowie der subjektiven Belastung und Unterstützungsbedürfnisse (subjektive Bedürfnisse) der an Krebs Erkrankten, basierend auf der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage, und (ii) die evidenz- und konsensbasierte Aufgaben- und Zeitabschätzung eines psychoonkologischen Dienstes, unterteilt in direkte und indirekte Patientenversorgung sowie allgemeine Versorgungsaufgaben.

Ergebnisse

Basierend auf dem Versorgungsalgorithmus ist davon auszugehen, dass eine Vollzeitkraft in der Gruppe der psychisch hoch belasteten an Krebs Erkrankten (alle Tumorentitäten außer Prostata- und Hautkrebs), 300 Personen pro Jahr versorgen kann, wohingegen in der Gruppe der moderat belasteten an Krebs Erkrankten, d. h. Prostata- und Hautkrebspatienten, eine Versorgung von 500 Personen durch eine Vollzeitkraft möglich ist.

Schlussfolgerung

Der psychoonkologische Versorgungsalgorithmus trägt zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten psychoonkologischen Versorgung bei, die sowohl als Handlungsziel im Nationalen Krebsplan des Bundesministeriums für Gesundheit als auch in der S3-Leitlinie Psychoonkologie beschlossen wurde.

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Literatur
Über diesen Artikel

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