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18.08.2017 | Übersicht | Sonderheft 2/2018

Trauma und Berufskrankheit 2/2018

Sehnenrupturen in der Folge distaler Radiusfrakturen

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 2/2018
Autor:
Dr. B. Bickert

Zusammenfassung

Rupturen der langen Daumenstrecksehne (EPL) in der Folge einer distalen Radiusfraktur treten nicht nur bei überstehenden Schrauben nach palmarer Plattenosteosynthese auf, sondern auch unter konservativer Therapie und hier insbesondere bei undislozierten Frakturen. Das Zeitintervall zwischen Unfall und Sehnenruptur beträgt wenige Wochen bis Monate. Die motorische Ersatzoperation mit Umlagerung der Extensor-indicis-Sehne auf die EPL-Sehne (der sog. Indicis-Transfer) ist ein bewährtes Verfahren. Die Rekonstruktion mit freiem Sehnentransplantat stellt eine mögliche Alternative dar. Die Wahl der richtigen, leicht überkorrigierten Vorspannung ist entscheidend und wird intraoperativ im Tenodesetest geprüft. Die Arthrodese des Daumenendgelenks stellt bei EPL-Ruptur keine Alternative dar. Rupturen der langen Daumenbeugesehne (FPL) werden in der Folge einer distalen Radiusfraktur ausschließlich nach Osteosynthese mit palmarer Platte beobachtet. Das Zeitintervall zwischen Osteosynthese und Sehnenruptur beträgt Jahre bis mehr als 1 Jahrzehnt. FPL-Sehnenrupturen kündigen sich meist mehrere Wochen lang durch Krepitation und Schmerzen an. Die Indikation zur Metallentfernung nach knöcherner Konsolidierung, bei palmaren distalen Radiusplatten generell gegeben, ist jetzt dringlich. Wenn die FPL-Sehnenruptur dennoch eintritt, dann stellen das Palmaris-longus-Sehneninterponat oder der Ringfinger (FDS4)-Sehnentransfer, oft in zweizeitiger Technik nach Implantation eines Silikonstabes, die Möglichkeiten der Sehnenrekonstruktion dar. Eine für den Patienten weit weniger zeitaufwendige, bei der FPL-Sehnenruptur gute Alternative ist die Daumenendgelenkarthrodese oder -tenodese, sofern die Thenarmuskulatur eine gute Flexion des Daumengrundgelenks zeigt.

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