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25.07.2017 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Trauma und Berufskrankheit 3/2017

Ventrale Zugänge zum Azetabulum

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 3/2017
Autoren:
S. Märdian, V. Lembke, D. Rau, J. Keller

Zusammenfassung

Die Wahl eines suffizienten Zuganges ist von immanenter Wichtigkeit, um eine qualitativ hochwertige Reposition zu erreichen und alle Frakturkomponenten sicher zu stabilisieren. Der extrapelvine ilioinguinale Zugang gilt dabei als Goldstandard zur operativen Versorgung von Azetabulumfrakturen. Aufgrund des demografischen Wandels mit veränderten Frakturmustern gewinnen jedoch die intrapelvinen Zugänge zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Daten zeigen, dass diese diverse Vorteile in der operativen Stabilisierung ventraler Pathologien innehaben. Analog zum modifizierten Stoppa-Zugang bietet der wenig invasive und weichteilschonende Pararektus-Zugang den Vorteil der direkten Visualisierung intrapelviner Strukturen und erlaubt gleichermaßen die Exposition, die durch den ilioinguinalen Zugang erreicht werden kann. Eine detaillierte präoperative Auseinandersetzung mit der Fraktur und die stringente präoperative Planung bestimmen jedoch letztendlich die Wahl des notwendigen Zuganges und sind damit wegbereitend für ein gutes klinisches Ergebnis.

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