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03.03.2017 | Leitthema | Ausgabe 4/2017 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 4/2017

Verbesserung des prä- und postoperativen Behandlungskonzepts

Große elektiv-chirurgische Eingriffe

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Ilona M. Punt, Roel van der Most, Bart C. Bongers, Anouk Didden, Erik H. J. Hulzebos, Jaap J. Dronkers, Nico L. U. van Meeteren

Zusammenfassung

Das Ziel der Chirurgie ist es, die Gesundheit des Patienten zu steigern. Allerdings sind chirurgische Eingriffe mit möglichen negativen Folgen wie perioperative Komplikationen und verlängerte Liegedauer behaftet. Außerdem kann das Erreichen der präoperativen körperlichen Funktionsfähigkeit verzögert werden. Speziell bei fragilen Patienten gefährden vor allem die Wartezeit bis zur Operation sowie der stationäre Aufenthalt ihre körperliche Verfassung.
Ziel des Better-in-better-out™(BiBo™)-Konzepts ist es, das Risiko für einen komplizierten postoperativen Verlauf durch Optimierung und Professionalisierung der perioperativen Behandlungsstrategien auf Basis physiotherapeutischer Aktivierungsmaßnahmen zu reduzieren. BiBo™ beinhaltet für jeden Patienten mit einem indizierten chirurgischen Elektiveingriff einen maßgeschneiderten 4‑Punkte-Plan: 1) präoperative Risikoeinschätzung, 2) präoperative Patientenschulung, 3) präoperative Trainingstherapie für Hochrisikopatienten (Prähabilitation), 4) Postoperative Mobilisation und funktionelle Übungstherapie.
Das Ziel des präoperativen Screenings ist es, die fragilen Hochrisikopatienten frühzeitig zu identifizieren, damit diese rechtzeitig an einer ambulanten Übungstherapie (Prähabilitation) teilnehmen können. Durch eine gesteigerte körperliche Verfassung ist der Patient in der Lage, den Auswirkungen großer chirurgischer Eingriffe besser standzuhalten, wodurch zum einen Nebenwirkungen reduziert und zum anderen bessere postoperative Ergebnisse erzielt werden. Neben der Prähabilitation sollte sich die Behandlungskultur und -infrastruktur grundsätzlich dahingehend ändern, dass Patienten auch nach der Entlassung körperlich, sozial und mental aktiv bleiben.

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