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26.11.2018 | Preisträgerarbeiten | Ausgabe 1/2019

Arthroskopie 1/2019

Der dynamische Apprehension-Test erlaubt eine klinische Einschätzung zur anatomischen Komplexität der lateralen Patellainstabilität

Zeitschrift:
Arthroskopie > Ausgabe 1/2019
Autoren:
Felix Zimmermann, Michael C. Liebensteiner, Peter Balcarek
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag ist die leicht gekürzte Übersetzung des ursprünglich auf Englisch publizierten Beitrags: Zimmermann F, Liebensteiner MC, Balcarek P (2018) The reversed dynamic patellar apprehension test mimics anatomical complexity in lateral patellar instability. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00167-018-5198-6

Zusammenfassung

Ziel

Ziel dieser Studie war es, einen klinischen Test zur Beurteilung der individuellen Patellainstabilität zu entwickeln, und diesen Test mit den bekannten anatomischen Risikofaktoren der Patellainstabilität zu korrelieren.

Methoden

Achtundsiebzig Patienten (männlich/weiblich 35/43; Durchschnittsalter: 22 ± 7 Jahre) mit rezidivierender Patellainstabilität und 35 Kontrollpatienten (männlich/weiblich 16/19; Durchschnittsalter: 31 ± 14 Jahre) wurden prospektiv mit Hilfe des dynamischen Apprehension-Tests (ReDPAT) untersucht. Bei allen eingeschlossenen Patienten wurden weiterhin die bekannten anatomischen Risikofaktoren der Patellainstabilität, wie die Trochleadysplasie nach Dejour, der TT(Tuberositas Tibiae)-TG(Trochlea Groove)- und der TT-PCL(Posterior Cruciate Ligament)-Abstand, der Caton-Index sowie der Grad der Varus-Valgus-Deformität, erfasst.

Ergebnisse

Der Kniebeugewinkel des dynamischen Apprehension-Tests war signifikant positiv mit der Anzahl der Risikofaktoren assoziiert (p = 0,02). Abhängigkeit bestand insbesondere mit der Schwere der Trochleadysplasie (p = 0,018) und mit dem Ausmaß der Valgusdeformität (p = 0,011). Die mittlere Anzahl der anatomischen Risikofaktoren in der Studiengruppe betrug 3,4 ± 1,0 (1–6). Am häufigsten von den Risikofaktoren vertreten waren die schweren Trochleadysplasien (84 %) und eine Patella alta (49 %). Die Instabilität war dabei im dynamischen Apprehension-Test bis zu einem Flexionswinkel von durchschnittlich 58° ± 17° (20–90°) simulierbar. Die Testsensitivität und -spezifität des dynamischen Apprehension-Tests betrug 93,7 % (95 % CI 0,8584–0,9791) und 88,2 % (95 % CI 0,7255–0,9670). Der positive Vorhersagewert lag bei 94,9 % (95 % CI 0,8739–0,9859), der negative Vorhersagewert bei 85,7 % (95 % CI 0,6974–0,9519).

Schlussfolgerung

Mit dieser Studie wurde der dynamische Apprehension-Test (ReDPAT) als zuverlässiges klinisches Untersuchungsinstrument zur Beurteilung der Patellainstabilität eingeführt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass der Grad des ReDPAT positiv mit der Schwere der Trochleadysplasie, der Valgusdeformität und der Gesamtzahl der anatomischen Risikofaktoren der Patellainstabilität korreliert. Etablierte biomechanische Erkenntnisse können mit Hilfe des ReDPAT damit auf die klinische Situation übertragen werden. Der ReDPAT gibt den Übergangsbereich zwischen stabilen und instabilen patellofemoralen Verhältnissen an. Daher kann er bei der Entscheidung für oder wider eine knöcherne Korrektur bei Patellainstabilität hilfreich sein.

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