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11.10.2016 | Leitthema | Ausgabe 11/2016

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 11/2016

Die IDEFICS-Primärprävention als gutes Praxisbeispiel

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 11/2016
Autoren:
Prof. Dr. Iris Pigeot, Stefaan De Henauw, Wolfgang Ahrens

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Vorbeugung von kindlichem Übergewicht/Adipositas hat national und international eine hohe Priorität, da deren Prävalenz weltweit zu hoch ist. Im Rahmen der IDEFICS-Studie wurde ein Primärpräventionsprogramm entwickelt, implementiert und evaluiert.

Ziel

Es wird untersucht, inwieweit die IDEFICS-Intervention als gutes Praxisbeispiel dienen kann. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Module beschrieben und erzielte Effekte diskutiert.

Methoden

In acht europäischen Ländern wurden insgesamt 16.228 2‑ bis 9,9-Jährige in Kindergärten und Schulen rekrutiert, von denen ca. die Hälfte an der Intervention teilnahm. In jedem Land stand der Interventionsregion eine soziodemografisch vergleichbare Kontrollregion gegenüber. Alle Kinder nahmen an einem umfangreichen Basisuntersuchungsprogramm teil, das nach zwei Jahren wiederholt wurde, um so die Entwicklung der Kinder und den Erfolg der Intervention beurteilen zu können. Darüber hinaus fand fünf Jahre nach der Intervention eine erneute Nachuntersuchung im Rahmen des Projekts I.Family statt.

Ergebnisse

Die IDEFICS-Intervention ergab nach zwei Jahren nur schwache individuelle Interventionseffekte, aber nachhaltige Effekte auf Gemeinde- bzw. Settingebene. Nach fünf Jahren zeigten sich in den Interventionsfamilien eine positive Veränderung im Zucker- und Wasserkonsum sowie eine günstige Gewichtsentwicklung bei den zur Baseline bereits übergewichtigen Kindern.

Diskussion

Die Gründe für die schwachen Interventionseffekte liegen vermutlich u. a. in dem beschränkten Durchdringungsgrad der Interventionsbotschaften, einer zu geringen Intensität der Interventionsaktivitäten vor Ort und den eingeschränkten Möglichkeiten, strukturelle Veränderungen der obesogenen Umwelt zu bewirken.

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