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first morning urine; second morning urine; spot urine in the morning
Definition
Erster Morgenurin: erste Urinportion, die spontan nach einer nächtlichen Bettruhe und mindestens 4 Stunden, besser 8 Stunden nach der letzten Blasenentleerung gewonnen wird.
Zweiter Morgenurin: Spontanurin, der im Laufe des Vormittags nach dem ersten Morgenurin spontan gelassen wird. Dieser wird üblicherweise 2–4 Stunden nach dem ersten Morgenurin gewonnen.
Beschreibung
Morgenurin, gewonnen als Mittelstrahlurin, stellt das Standardmaterial für die erste Untersuchung von Urin mit Teststreifen und/oder Sedimentanalyse (Urinstatus) dar. Dabei hat der erste Morgenurin den Vorteil, dass er üblicherweise höher konzentriert ist, länger in der Blase verweilte und daher qualitativ gemessene Analyte empfindlicher erfasst werden (Teststreifen für Proteine, Nitrit, Ketone, Sedimentbestandteile). Auf der anderen Seite bietet der zweite Morgenurin die Möglichkeit, dass er zur Zeit der ambulanten Untersuchung gewonnen werden kann. Die stärker variable Konzentration kann bei einigen modernen Teststreifen und quantitativen Bestandteilen (z. B. Einzelproteinen) durch gleichzeitige Messung von Kreatinin und/oder der relativen Dichte durch Leitfähigkeitsmessung (Leitfähigkeit des Urins) korrigiert werden, sodass keine Unterschiede in der Aussage zum ersten Morgenurin und zum Sammelurin mehr auftreten.
Die Schwierigkeiten, bei älteren Patienten einen ersten Morgenurin zu gewinnen, lassen die Zahl spontan gelassener Urine am Vormittag als Untersuchungsmaterial zunehmen.
Literatur
Kouri T, Fogazzi G, Gant V, Halander H, Hofmann W, Guder WG (2000) European urinalysis guidelines. Scand J Clin Lab Invest 60(Suppl 231)