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Funktion und Methode: Der Vorteil des Säulenagglutinations-Tests, im Vergleich zum traditionellen Röhrchentest, liegt in der Möglichkeit einer verbesserten Dokumentation der Ergebnisse, einer leichteren Mechanisierung und einer höheren Sensitivität. Darüber hinaus können Mischfeldagglutinationen deutlich besser als mit alternativen Techniken erkannt werden,
In diesem Verfahren werden freie Proteine, agglutinierte und nichtagglutinierte Erythrozyten in einer Trennsäule, dessen Matrix aus Mikropartikeln (Gel oder Glas) besteht, nach Partikelgröße getrennt. So wird in den Säulen eine Trennung von Agglutinaten und Nichtagglutinaten erreicht. In der Regel sind 6 Mikrosäulen zu einer Karte zusammengefasst. Abhängig von der immunhämatologischen Frage enthalten die Mikrosäulen LISS-Lösungen mit spezifischen Antikörpern (z. B. Anti-A, Anti-B, Anti-D, Anti-IgA, Anti-IgM, Anti-IgG, Anti-C3d) oder eine antikörperfreie physiologische Lösung (Neutralsäule). Führt das Reaktionsgemisch mit den Probandenerythrozyten zu einer Agglutination, verbleibt das Agglutinat nach Zentrifugation im oberen Teil oder innerhalb der Mikropartikelschicht. Ohne Agglutination sedimentieren die Erythrozyten an den Boden der Säule.
Die Abbildung zeigt die Agglutinationsreaktion in der Säulentechnik (a = positives Ergebnis, b = negatives Ergebnis):
Darstellung der unterschiedlichen Reaktionsstärken als semiquantitatives Ergebnis:
Negativ: − oder 0
Diskret positiv: (+) oder 0–1
Schwach positiv: + oder 1
Deutlich positiv: ++ oder 2
Stark positiv: +++ oder 3
Maximal positiv: ++++ oder 4
Literatur
Eckstein R, Zimmermann R (2015) Immunhämatologie und klinische Transfusionsmedizin, 7. Aufl. Urban & Fischer/Elsevier Verlag