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Publiziert am: 19.09.2017
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Trait-Marker
Verfasst von: T. Arndt
Trait-Marker
Definition
Sammelbegriff für zustands- und zeitunabhängige Kenngrößen einer Prädisposition für einen bestimmten physiologischen oder pathologischen Prozess.
Beschreibung
Der Begriff kann allgemein auf alle physiologischen oder pathologischen Zustände angewendet werden, findet innerhalb der Klinischen Chemie aber vor allem im Rahmen der Alkoholmissbrauchsdiagnostik (Alkoholmissbrauchskenngrößen) Anwendung. Er umfasst, in Abgrenzung zu den in der Routinediagnostik etablierten sog. State-Markern (State-Marker), all jene Kenngrößen, die eine genetisch determinierte und damit lebenslange Prädisposition zum Alkoholmissbrauch anzeigen (sollen), z. B. die Thrombozyten-Monoaminoxidase-Aktivität, das A1-Allel in Nähe des Dopamin-2-Rezeptors oder das visuell und akustisch evozierbare Potenzial P300 im EEG. Trait-Marker des Alkoholmissbrauchs haben wegen mangelnder diagnostischer Aussagekraft keine Routinetauglichkeit erreicht und finden außerhalb von Forschungsprojekten keine Anwendung. Die Bestimmung von genetischen Prädispositionen für bestimmte Erkrankungen im Gebiet der Humangenetik, wie z. B. einer familiären Thrombophilie durch Gerinnungsfaktor V-Genmutation, ist dagegen ein wichtiges Einsatzgebiet von Trait-Markern.
Literatur
Arndt T (2011) Biomarker des Alkoholkonsums – eine Übersicht. Toxichem Krimtech 78:419–430
Arndt T, Gressner AM, Kropf J (1994) Labordiagnostik und Kontrolle des Alkoholabusus – Ein Plädoyer für Carbohydrate-Deficient Transferrin (CDT). Med Welt 45:247–257