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Hypothalamisches Neuropeptid, das an der Hypophyse die Wachstumshormonsekretion stimuliert.
Struktur
Peptid, 44 bzw. 40 Aminosäuren ([GRH(1-44)-NH2 und GRH(1-40)-OH]).
Molmasse
5039,65 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Wachstumshormon-Releasinghormon ist ein Neuropeptid, das vor allem im Nucleus arcuatus des Hypothalamus synthetisiert und in den Portalkreislauf sezerniert wird. An der Adenohypophyse stimuliert es über einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor die Synthese und Sekretion von Wachstumshormon. In Zirkulation wird GHRH sehr rasch durch die Dipeptidylpeptidase IV in den stabileren Metaboliten GHRH(3-44)-NH2 überführt.
Halbwertszeit
Nach i.v. Administration ca. 8 Minuten.
Pathophysiologie
Angesichts der elementaren Bedeutung von GHRH für die Regulation der Wachstumshormonsekretion ist es überraschend, dass bislang keine Mutationen im GHRH-Gen als Ursache des Minderwuchses gefunden wurden. Mutationen im GHRH-Rezeptor sind hingegen beschrieben. Die ektope Produktion von GHRH durch verschiedene Tumoren (u. a. Bronchialkarzinome) findet sich in <1 % der Patienten mit Akromegalie als Ursache der exzessiven Wachstumshormonsekretion.
Normalerweise erreicht hypothalamisch sezerniertes GHRH direkt über das Portalsystem die Hypophyse, die peripheren GHRH-Konzentrationen liegen unter der Nachweisgrenze der Assays. Messbare GHRH-Konzentrationen sprechen daher für eine ektope Quelle.
Diagnostische Wertigkeit
GHRH spielt diagnostisch nur bei der unklaren Akromegalie eine Rolle. In den seltenen Fällen einer nachgewiesenen ektopen Sekretion kann es im Sinne eines Tumormarkers (s. Tumormarker) auch in der Verlaufskontrolle genutzt werden. GHRH-Bestimmungen tragen nicht zur Diagnostik bei Wachstumshormonmangel bei.
Literatur
Ghazi AA, Amirbaigloo A, Dezfooli AA, Saadat N, Ghazi S, Pourafkari M, Tirgari F, Dhall D, Bannykh S, Melmed S, Cooper O (2013) Ectopic acromegaly due to growth hormone releasing hormone. Endocrine 43(2):293–302. https://doi.org/10.1007/s12020-012-9790-0. Epub 2012 Sep 15CrossRefPubMed