Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W. -R. Külpmann

Chloroquin

Chloroquin
Englischer Begriff
chloroquine
Definition
Chloroquin wird zur Behandlung von Malaria, Polyarthritis und systemischem Lupus erythematodes eingesetzt.
Strukturformel:
Molmasse
319,88 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Chloroquin wird vollständig resorbiert und z. T. unverändert, z. T. in Form verschiedener Metabolite ausgeschieden.
Halbwertszeit
20 Stunden, zunehmend bis zu 50 Tage (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Bei akuter Vergiftung treten vor allem kardiotoxische Effekte auf, begleitet von einer Hypokaliämie. Insbesondere bei Patienten mit Glukose-6-Phosphatdehydrogenasemangel kann sich eine Methämoglobinämie entwickeln.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Interpretation
Therapeutischer Bereich: 0,02–0,5 mg/L; toxisch: >0,5 mg/L; komatös-letal: >3 mg/L.
Literatur
Käferstein H (2009) Chloroquine. In: Külpmann WR (Hrsg) Clinical toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 635–639