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05.06.2018 | Kasuisiken | Ausgabe 10/2018 Open Access

Der Unfallchirurg 10/2018

Erfolgreiche präklinische Notfallthorakotomie nach stumpfem Thoraxtrauma

Fallbericht mit Darstellung gewonnener Erkenntnisse

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 10/2018
Autoren:
Dr. Janosch Dahmen, Marko Brade, Dr. med. Dr. med. dent. Christian Gerach, Dr. med. Martin Glombitza, Jan Schmitz, Dr. med. Simon Zeitter, Dr. med. Eva Steinhausen
Wichtige Hinweise

Redaktion

W. Mutschler, München
H. Polzer, München
B. Ockert, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Die „European Resuscitation Council“(ERC)-Guideline zur Durchführung der Reanimation bei Patienten mit traumatischem Herz-Kreislauf-Stillstand empfiehlt die sofortige Therapie aller reversiblen Ursachen, notfalls sogar prioritär vor der kontinuierlichen Herzdruckmassage. Im Falle einer Perikardtamponade soll zur Therapie auch eine Notfallthorakotomie in Erwägung gezogen werden.

Ziel

Die Autoren berichten von einem polytraumatisierten 23-jährigen Patienten, der nach einem stumpfen Thoraxtrauma einen beobachteten Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte und präklinisch notfallthorakotomiert wurde. Die gewonnenen Erkenntnisse der internen und externen Qualitätszirkel zu diesem Fall sollen dargelegt werden.

Ergebnisse

Nach knapp 60 min technischer Rettung erfolgte die notfallmedizinische Erstversorgung mit Intubation, Thoraxdekompression und umfassenden Blutstillungsmaßnahmen. Bei weiterhin progredientem Kreislaufversagen und dem Verdacht einer Perikardtamponade wurde eine präklinische Notfallthorakotomie durchgeführt. Nach „return of spontaneous circulation“ (ROSC) erfolgte der luftgebundene Transport in das nächstgelegene überregionale Traumazentrum zur „damage control surgery“. Der Patient konnte 59 Tage nach Trauma aus der stationären Behandlung entlassen werden. Heute, 2 Jahre nach dem Unfall, lebt der Patient ohne neurologische und kardiopulmonale Einschränkungen. Atemwegssicherung, Thoraxentlastung, einschließlich der Notfallthorakotomie, und Therapie mit Volumen und Blutprodukten waren wesentliche Faktoren zur Erlangung eines ROSC. Advanced Trauma Life Support® als gemeinsame Sprache sowie strukturelle Voraussetzungen ermöglichten diese Maßnahmen.

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Literatur
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