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23.03.2020 | Gallenblasen- und Gallengangskarzinom | Topic | Ausgabe 4/2020

best practice onkologie 4/2020

Standards und Entwicklungen in der Behandlung von Cholangiokarzinomen

Zeitschrift:
best practice onkologie > Ausgabe 4/2020
Autoren:
Prof. Dr. H. Wege, T. Denecke, C. Petersen, D. Seehofer, M. Sinn
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Stein, Hamburg

Zusammenfassung

Gallengangskarzinome werden entsprechend ihrer Lokalisation in distale, perihiläre und intrahepatische Cholangiokarzinome (CCA) unterteilt. Neben unterschiedlichen Risikofaktoren spiegelt diese Unterteilung auch jeweils spezifische Mutationsprofile wider. Eine definitive Diagnose kann schwierig sein, ist bei typischen morphologischen Befunden in der Bildgebung vor einer kurativ intendierten Resektion aber nicht unbedingt erforderlich. Aufgrund der häufig erforderlichen sehr komplexen hepatobiliären chirurgischen Eingriffe und der Vielzahl an transduktalen, angiographischen und perkutanen lokoregionären Therapieverfahren sollten Patienten mit CCA an einem Zentrum mit entsprechender Expertise vorgestellt werden. Mehrere Phase-III-Studien haben die Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie untersucht, die aktuell mit Capecitabin oder im Rahmen der ACTICCA-1-Studie erfolgen soll. Auch für die onkologische Systemtherapie liegen für die Erstlinientherapie mit Gemcitabin/Cisplatin in der ABC-02-Studie und für die Zweitlinientherapie mit Oxaliplatin und 5‑Fluorouracil in der ABC-06-Studie positive Ergebnisse aus prospektiven und randomisierten Studien vor, sodass hier Standards definiert werden können. Aktuell untersuchen laufende Studien die Wirksamkeit irinotecanbasierter Regime in der Zweitlinie sowie Kombinationstherapien mit Checkpointinhibitoren in der Erstlinie. Die höchste und vielversprechendste Studienaktivität findet zur zielgerichteten Therapie bei Nachweis spezifischer Mutationen statt, die sich für intra- und extrahepatische CCA unterschieden. Positive Daten liegen bereits für intrahepatische CCA mit Mutationen in der Isocitratdehydrogenase 1 vor. Hier ist Ivosidenib als Zweitlinientherapie wirksam.

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