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13.07.2020 | Gynäkologische Psychosomatik | Leitthema | Ausgabe 3/2020

Gynäkologische Endokrinologie 3/2020

Psychogene Infertilität – Mythos und Patientenstigmatisierung

Zeitschrift:
Gynäkologische Endokrinologie > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Prof. Dr. T. Wischmann, M. Schick, B. Ditzen
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Kentenich, Berlin
S. Tschudin, Basel

Zusammenfassung

In dieser Übersicht wird dargestellt, welchen Stellenwert die sogenannte psychogene Infertilität aus Sicht aktueller und evidenzbasierter Wissenschaft hat. Obwohl dieses Konzept sich sowohl in der Ratgeberliteratur für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch als auch bei vielen psychosozialen und medizinischen Fachkräften noch nahezu ungebrochener Beliebtheit erfreut, spielt es aus wissenschaftlicher Perspektive nur noch eine periphere Rolle und ist von daher mittlerweile als Mythos zu bezeichnen. In der Beratung bzw. Therapie ungewollt Kinderloser hat die Anwendung des Konzepts „psychogene Infertilität“ hingegen oft gravierende Auswirkungen, da sie oft mit der Stigmatisierung der betroffenen Personen einhergeht. In diesem Beitrag wird zudem auf die „verhaltensbedingte Fertilitätsstörung“ sowie auf die Zusammenhänge zwischen Stress und Subfertilität eingegangen. Er schließt mit praxisnahen Hinweisen sowie hilfreichen Internet- und Buchtipps.

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