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16.05.2017 | Ileus | CME | Ausgabe 7/2017

Der Chirurg 7/2017

Konservative und operative Therapie des Ileus

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 7/2017
Autoren:
Dr. H. Listle, Prof. Dr. Dr. h.c. C. Gutt
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Wichtige Hinweise
Ein Erratum zu diesem Beitrag ist unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00104-017-0487-z zu finden.

Zusammenfassung

Die Diagnose Ileus zählt zu den häufigsten Indikationen für eine Notfalllaparotomie weltweit. Der Dünndarm ist mit 70 % am häufigsten betroffen. Während in Entwicklungsländern inkarzerierte Hernien zu den meisten Ursachen eines Ileus zählen, sind es in den westlichen Industrienationen vor allem postoperative Adhäsionen, die zu einem akuten Verschluss des Darms führen. Für die Behandlung eines manifesten mechanischen Ileus gilt ein enges Zeitfenster, da es bei kompletter Obstruktion des Darmes innerhalb von 6 h ischämiebedingt zur Nekrose und Perforation des betroffenen Darmabschnitts kommen kann. Die perioperative Letalität einer Notfalllaparotomie aufgrund eines manifesten Ileus beträgt 5–15 %. Neben dem mechanischen Ileus ist der primäre und sekundäre paralytische Ileus mit einer Anzahl unterschiedlicher zugrunde liegenden Pathologien die entscheidende Differenzialdiagnose, die es zu berücksichtigen gilt. Die erfolgreiche Therapie des postoperativen Ileus bedarf aufgrund seiner multifaktoriellen Genese auch eines multimodalen Therapiekonzepts.

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