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01.05.2014 | Leitthema | Ausgabe 5/2014

Der Onkologe 5/2014

Kontroversen in der Behandlung früher und mittlerer Stadien des klassischen Hodgkin-Lymphoms

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 5/2014
Autoren:
S. Sasse, K. Behringer, R. Semrau, Prof. Dr. Dr. h.c. A. Engert

Zusammenfassung

Hintergrund

Durch Kombination einer Polychemotherapie mit einer konsolidierenden IF-Strahlentherapie können in den frühen und intermediären Stadien des Hodgkin-Lymphoms (HL) Langzeitremissionsraten von ca. 85 % erzielt werden. International werden die Rolle der konsolidierenden Strahlentherapie und die in den intermediären Stadien des HL anzuwendende Chemotherapie kontrovers diskutiert. Aktuelle Therapieansätze widmen sich der weiteren Reduktion der Strahlentherapiefelder bzw. der Frage eines PET-basierten Strahlentherapieansatzes sowie der Optimierung der Chemotherapie-Regime, um die therapieassoziierte Toxizität bei gleicher Effektivität zu reduzieren.

Ziele

Herleitung des Standards der Deutschen Hodgkin-Studiengruppe (GHSG) und Diskussion aktueller Studien in frühen und intermediären Stadien des HL.

Ergebnisse

In den frühen Stadien des HL sind 2 Zyklen ABVD, gefolgt von 20 Gy IF-RT, in den intermediären Stadien 4 Zyklen Chemotherapie, gefolgt von 30 Gy IF-RT, nach wie vor als Standardtherapie anzusehen. Die bisherigen Daten zur Anwendung eines PET-basierten Strahlentherapieansatzes erlauben es bisher nicht, auf die Strahlentherapie zu verzichten. In den intermediären Stadien ist das „2 + 2“-Schema der Gabe von 4 Zyklen ABVD hinsichtlich der Tumorkontrolle signifikant überlegen und gilt daher als GHSG-Standard.

Schlussfolgerungen

Die Frage, ob bei PET-Negativität nach der Chemotherapie auf die Strahlentherapie verzichtet werden kann, wird voraussichtlich durch die HD16- bzw. HD17-Studie beantwortet. Durch Implementierung von Brentuximab Vedotin in die Erstlinientherapie der frühen und intermediären Stadien könnte künftig eine weitere Reduktion der therapieassoziierten Toxizität erreicht werden.

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Literatur
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