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07.02.2018 | Originalien | Ausgabe 3/2018

Der Chirurg 3/2018

Profit-Center-Analyse der Ösophagektomie

Ökonomische Analyse der transthorakalen Ösophagektomie in Abhängigkeit von postoperativen Komplikationen

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Dr. med. Dipl.-Kfm. C. T. Baltin, PD Dr. med. M. Bludau, Dr. rer. medic. Dipl.-Ges.-Ök. F. Kron, Prof. Dr. med. T. Zander, Prof. Dr. med. M. Hallek, Prof. Dr. med. A. H. Hölscher, Prof. Dr. med. W. Schröder
Wichtige Hinweise
Die Autoren C.T. Baltin und M. Bludau haben zu gleichen Teilen zu dieser Arbeit beigetragen.

Zusammenfassung

Bei steigenden medizinischen Kosten, aber begrenzt verfügbaren finanziellen Ressourcen lassen sich medizinische Behandlung und ökonomische Analyse nicht mehr voneinander trennen. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Deckungsbeitrags- und Kostenträgerrechnung als Steuerungsinstrumente zunehmend an Bedeutung. Die transthorakale Ösophagektomie ist fester Bestandteil des aktuellen Behandlungskonzeptes bei Patienten mit Ösophaguskarzinom. Die Frage der vorliegenden Untersuchung war, ob durch das gegenwärtige DRG-System die transthorakale Ösophagektomie kostendeckend abgebildet ist. In diese retrospektive Studie eines High-volume-Zentrums wurden 161 konsekutive Patienten mit Ösophaguskarzinom eingeschlossen, die entsprechend der aktuellen S3-Leitlinie durch eine transthorakale Ösophagektomie chirurgisch therapiert wurden. Eine detaillierte und standardisierte Dokumentation der postoperativen Komplikationen erfolgte nach der Klassifikation von Dindo-Clavien und den Richtlinien der Esophagectomy Complications Consensus Group (ECCG). Für jeden einzelnen Patienten wurden die jeweiligen Istkosten unter Vollkostenansatz basierend auf der InEK-Kostenmatrix sowie die DRG-Gesamterlöse (DRG G03A) inklusiver aller Zusatzentgelte analysiert. Die durchschnittlichen Fallkosten der 161 untersuchten Patienten lagen bei 24.338 € (Median: 19.210 €; Range: 12.149 bis 127.376 €). Demgegenüber stand ein durchschnittlicher Erlös von 22.591 €. Für das Gesamtkollektiv lag somit der Deckungsbeitrag (DB) bei −281.330 € (Durchschnitt: −1747 €). Lediglich für Patienten mit einem unkomplizierten Verlauf (Dindo-Clavien 0) war der DB mit 2514 € geringfügig positiv. Mit steigendem Komplikationsscore wurde der DB zunehmend negativer (Dindo-Clavien I: −2878 €; Dindo-Clavien IVb: −58.543 €). In der Analyse der InEK-Kostenmatrix waren der Ärztliche Dienst (22,3 %) und die nichtmedizinische Infrastruktur (18,7 %) die wesentlichen Kostengruppen. Die leitliniengerechte chirurgische Behandlung von Patienten mit einem Ösophaguskarzinom lässt sich auch in einem High-volume-Zentrum nicht aus den alleinigen DRG-Erlösen finanzieren.

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