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04.11.2020 | Leitthema | Ausgabe 12/2020 Open Access

Der Gynäkologe 12/2020

Prognosemodelle für Beckenbodenschäden im Vergleich von Vaginalgeburt und Sectio

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 12/2020
Autoren:
PD Dr. Cornelia Betschart, Roland Zimmermann
Wichtige Hinweise

Redaktion

R. Zimmermann, Zürich
K. Vetter, Berlin

Zusammenfassung

Mehr als die Hälfte der Primiparae berichten ein Jahr nach der Geburt über Veränderungen am Beckenboden. Symptome sind Harn- oder Stuhlinkontinenz, Missempfindungen, Laxität oder Senkungsgefühl am Beckenboden. Zugrunde liegende Schädigungen können muskulärer Art (M. levator ani oder M. sphincter ani) oder ligamentärer Art sein. Risikofaktoren für Beckenbodentraumata sind höheres mütterliches Alter, eine protrahierte Austreibungsphase, Forzepsgeburt, okzipitoposteriore Einstellung und ein Dammriss III und IV°. Abgesehen vom mütterlichen Alter sind die Risikofaktoren jedoch präpartal nicht bekannt, und diese Lücke wollen Prädiktionsmodelle schließen. Das erste Prädiktionsmodell trägt den Namen UR-CHOICE. Basierend auf epidemiologischen Langzeitdaten aus den Datenbanken ProLong (UK und Neuseeland) und SWEPOP (Schweden) werden für verschiedene Parameter wie dem mütterlichen Alter, dem Body-Mass-Index (BMI), der Anzahl gewünschter Kinder und der Familienanamnese für Inkontinenz Risikogewichte etabliert, welche in der Kombination eine Prozentzahl für Urin‑, Stuhlinkontinenz und Genitaldeszensus liefern. Das zweite Modell, das „Capacity-Demand-Modell“, integriert objektive Daten aus der Bildgebung, nämlich den kindlichen Kopfumfang und den Umfang des M. levator ani, um mit einer Zuverlässigkeit von 0,8 in der Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Kurve ein schweres Levator-ani-Muskeltrauma vorauszusagen.

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