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17.05.2019 | übersichtsarbeit Open Access

Psychotherapie im Kontext von Differenz, (Macht‑)Ungleichheit und globaler Verantwortung

Diversity & Intersectionality als hilfreiche Perspektiven für eine gesellschaftskritische Psychotherapie

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum
Autor:
Leonore Lerch
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der Artikel gibt eine Einführung in die Ansätze von diversity & intersectionality und beleuchtet diese unter einer interaktionstheoretischen sozialkonstruktivistischen Perspektive (doing difference, doing intersectionality). Intersektional orientierte Konzepte finden vor allem bei der Analyse von Ungleichheit und Diskriminierung Anwendung. Eine Grundlage für Diskriminierung bilden Prozesse des othering, die im Kontext von Machtdiskursen der Herstellung von Dominanz dienen. Wie das Modell des minority stress nachweist, führen fortdauernde Erfahrungen von Diskriminierung und struktureller Unterdrückung insbesondere für Angehörige von Minderheiten zu einer erhöhten Stressbelastung, die mit negativen Folgen für die psychische Gesundheit verbunden sind. In Summe können häufige Erfahrungen von Mikroaggressionen im Zusammenhang mit Diskriminierung zu kumulativen bzw. sequentiellen Traumatisierungen führen. Abschließend bietet der Artikel Empfehlungen an die Psychotherapie zur Entwicklung einer differenz- und dominanzkritischen psychotherapeutischen Haltung und fordert unter Bezugnahme auf die Menschenrechte einen Perspektivenwechsel hin zu einer globalen Verantwortung.

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Über diesen Artikel

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