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31.07.2017 | Leitthema | Ausgabe 9/2017

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 9/2017

Sexual- und Verhütungsverhalten Jugendlicher im Wandel

Ausgewählte Ergebnisse der Studien zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 9/2017
Autoren:
Angelika Heßling, Heidrun Bode

Zusammenfassung

Mit der Studie zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kann mittlerweile ein Trend über 35 Jahre zurückverfolgt werden. Die neuesten Ergebnisse hierzu liegen mit der Repräsentativbefragung von 2015 vor. Der gravierende Wandel im Sexual- und Verhütungsverhalten bei Jugendlichen in diesem Zeitraum zeigt sich an vielen Punkten: Beispielsweise ist die Egalisierung der Geschlechter unter den Jugendlichen deutscher Herkunft sowohl beim Alter des ersten Koitus als auch bei der Verhütung festzustellen. Der Anteil der Nichtverhütenden deutscher Herkunft beim ersten Koitus ist mit 6 % bzw. 8 % bei den Mädchen bzw. Jungen so niedrig wie nie zuvor. Die Kommunikation über Verhütung im Elternhaus und in der Partnerschaft trägt erheblich zu dem verantwortlichen Verhütungsverhalten Jugendlicher bei. Neben familiärer und schulischer Sexualaufklärung beeinflussen auch strukturelle Gründe die positive Kontrazeptionsbilanz in Deutschland. Dennoch gibt es noch Zielgruppen, die weniger gut erreicht werden. Viele Migranten und Migrantinnen wissen weniger gut über körperliche Vorgänge Bescheid, verhüten schlechter und sind von Informationen aufgrund ihres kulturellen/religiösen Hintergrundes ausgeschlossen. Gerade hier sind weitere Präventionsbemühungen notwendig.

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