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19.04.2016 | Originalien und Übersichten | Ausgabe 5/2016 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2016

Vergleichbarkeit von Studien epidemiologischer Alternsforschung

Ergebnisse aus der Longitudinalen Urbanen Cohorten-Alters-Studie (LUCAS) und drei repräsentativen Hamburger Querschnitt-Studien zur Gesundheit im Alter

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2016
Autoren:
Dr. rer. nat. Ulrike Dapp, Martin Dirksen-Fischer, Gudrun Rieger-Ndakorerwa, Regina Fertmann, Klaus-Peter Stender, Stefan Golgert, Wolfgang von Renteln-Kruse, Christoph E. Minder

Zusammenfassung

Hintergrund

Erhebungen mit Anspruch auf Repräsentativität erfolgen üblicherweise über eine Zufallsauswahl aus Einwohnermelderegistern. Die Teilnehmenden (60 Jahre und älter) der Langzeitkohortenstudie LUCAS wurden jedoch über Hausarztpraxen rekrutiert. Von Interesse ist die Vergleichbarkeit, da die LUCAS-Datenbank umfangreiche Gesundheitsinformationen zum Altern enthält.

Ziel der Arbeit

Überprüft wurde, ob Ergebnisse der während der ersten 12 Jahre erhobenen Daten der LUCAS-Kohorte vergleichbar sind mit der Bevölkerungsstatistik (Alter, Geschlecht) und mit Merkmalen (Soziodemografie, Gesundheit) von drei Befragungen mit repräsentativer Stichprobenziehung über das Einwohnermelderegister Hamburg.

Methoden

Alters- und geschlechtsspezifische Angaben des Statistikamtes wurden aufbereitet, um diese mit denen der LUCAS-Kohorte für die Rekrutierung (2000/01) und Wellen zwei bis vier zu vergleichen. Außerdem wurden identisch erfasste Merkmale der drei Querschnittbefragungen mit denen der zeitnahen LUCAS-Wellen verglichen.

Ergebnisse

Der Vergleich der LUCAS-Kohorte mit den Hamburger Bevölkerungspyramiden zeigt für alle LUCAS-Wellen eine gute Übereinstimmung, ebenso der Vergleich mit Gesundheitsdaten der drei repräsentativen Querschnittbefragungen (z. B. pflegebedürftig 2012: LUCAS 7,1 %; Hamburg 7,4 %).

Diskussion

Aus der guten Vergleichbarkeit sowohl soziodemografischer als auch gesundheitlicher Daten der LUCAS-Kohorte kann gefolgert werden, dass die in der LUCAS-Datenbank verfügbaren Angaben weitgehende Gültigkeit für die ältere Hamburger Bevölkerung haben. Da insbesondere hochaltrige Menschen in epidemiologischen Studien oft unterrepräsentiert sind, können die Ergebnisse der LUCAS-Studie für Hamburg sowie ggf. für andere deutsche Metropolregionen als aussagefähige und hilfreiche Informationsquelle dienen.

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