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Unklare Aderhautprominenz

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Auszug

Es stellte sich ein 63-jähriger Patient mit Verdacht auf Aderhautmelanom (AH-Melanom) am linken Auge vor. Der Patient hatte subjektiv keine Beschwerden, der Befund sei bei einer Routinekontrolle beim niedergelassenen Augenarzt aufgefallen. In der Familienanamnese berichtete der Patient über eine Erkrankung seiner Schwester an einem AH-Melanom, diese sei an den Folgen der Erkrankung verstorben. Vorbekannt war eine beidseitige leichte Myopie. In der Untersuchung lag der Visus beidseits bei 1,0. Der intraokulare Druck war beidseits normoton. Spaltlampenbiomikroskopisch zeigte sich beidseits ein altersentsprechender Befund. Die Fundoskopie ergab am rechten Auge einen unauffälligen Befund, am linken Auge zeigten sich peripher 2 kleine, scharf begrenzte pigmentierte Aderhautprominenzen (Abb. 12 und 3).
Abb. 1
Das Fundusfoto zeigt 2 pigmentierte, scharf begrenzte Prominenzen der Aderhaut im inferior temporalen Quadranten
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Abb. 2
Ultraschall (a) und optische Kohärenztomographie (b) zeigen eine leicht prominente Läsion der AH
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Abb. 3
Die Indozyaningrün(ICG)-Angiographie veranschaulicht den choroidalen Ursprung der Läsion
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Titel
Unklare Aderhautprominenz
Verfasst von
Friederike Rosenberger
Alina Friederike Blumberg
Prof. Dr. Maged Alnawaiseh, FEBO
Publikationsdatum
07.10.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Ophthalmologie / Ausgabe 8/2021
Print ISSN: 2731-720X
Elektronische ISSN: 2731-7218
DOI
https://doi.org/10.1007/s00347-020-01243-x
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Mädchen in selbst gebauter Zeitmaschine/© Santen GmbH (Symbolbild mit Fotomodell)