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09.11.2018 | Standards und Leitlinien | Ausgabe 4/2018 Zur Zeit gratis

Zeitschrift für Epileptologie 4/2018

Anleitung („instruction manual“) zur Anwendung der operationalen Klassifikation von Anfallsformen der ILAE 2017

Zeitschrift:
Zeitschrift für Epileptologie > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Robert S. Fisher, J. Helen Cross, Carol D’Souza, Jacqueline A. French, Sheryl R. Haut, Norimichi Higurashi, Edouard Hirsch, Floor E. Jansen, Lieven Lagae, Solomon L. Moshé, Jukka Peltola, Eliane Roulet Perez, Ingrid E. Scheffer, Andreas Schulze-Bonhage, Ernest Somerville, Michael Sperling, Elza Márcia Yacubian, Sameer M. Zuberi, die ILAE Commission for Classification and Terminology
Wichtige Hinweise
Dies ist die autorisierte deutschsprachige Übersetzung der Publikation Instruction manual for the ILAE 2017 operational classification of seizure types. Epilepsia, 58(4):531–542, 2017, https://​doi.​org/​10.​1111/​epi.​13671.

Zusammenfassung

Dieser Begleittext zur Einführung der Klassifikation von Anfallsformen durch die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) bietet eine Anleitung, wie diese Klassifikation anzuwenden ist. Die Klassifikation wird anhand von Tabellen, einem Glossar wichtiger Fachbegriffe, einer tabellarischen Zuordnung alter und neuer Fachbegriffe, empfohlenen Abkürzungen und anhand von Beispielen verdeutlicht. Abhängig von der gewünschten Detailgenauigkeit kann eine einfache und eine ausführliche Version der Klassifikation benutzt werden. Die semiologischen Hauptsymptome werden als Grundlage zur Kategorisierung von Anfällen verwendet, die einen fokalen, generalisierten oder unbekannten Ursprung haben können. Alle fokalen Anfälle können zusätzlich hinsichtlich der erhaltenen oder gestörten Bewusstheit als bewusst oder nicht bewusst erlebt charakterisiert werden. Hierbei bedingt eine Beeinträchtigung in irgendeinem Abschnitt des Anfalls eine Klassifikation als Anfall mit Bewusstseinsstörung. Fokale Anfälle können ferner optional durch die ersten motorischen Zeichen als atonisch, mit Automatismen, klonisch, als epileptische Spasmen, hyperkinetisch, myoklonisch oder tonisch charakterisiert werden. Anfälle mit nichtmotorischem Beginn können sich als autonom, mit Innehalten (Verhaltensarrest), kognitiv, emotional oder sensorisch manifestieren. Die erste prominente Manifestation definiert die Anfallsform, die sich dann zu anderen Symptomen weiterentwickeln kann. Fokale Anfälle können sich zu bilateral tonisch-klonischen Anfällen entwickeln. Generalisierte Anfälle beinhalten eine frühe Involvierung bilateraler Netzwerke von Anfang an. Generalisierte motorische Anfallscharakteristika umfassen atonische, klonische, myoklonische, myoklonisch-atonische, myoklonisch-tonisch-klonische, tonische, tonisch-klonische Manifestationen oder epileptische Spasmen. Nichtmotorische Anfälle (Absencen) sind typisch oder atypisch, oder Anfälle mit prominenter myoklonischer Aktivität oder Lidmyoklonien. Anfälle unbekannten Ursprungs können Eigenschaften haben, die immerhin als motorisch, nichtmotorisch, tonisch-klonisch, epileptische Spasmen oder als Innehalten klassifiziert werden können. Diese Anleitung zur Anfallsklassifikation der ILAE 2017 kann die Akzeptanz der neuen Systematik unterstützen.

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