Zum Inhalt

Erkrankungen der Aorta: Labor bis Operationssaal

Erschienen in:

Auszug

Die Herz-Kreislauf-Medizin hat in den letzten Jahrzehnten wie kaum ein anderes Fach einen rasanten Wandel durchlaufen, der die Prognose der betroffenen Patienten wesentlich verbessern konnte. Dies betrifft besonders die Behandlung der thorakalen und abdominellen Aorta. Chronische und akute Erkrankungen der Aorta finden sich in der westlichen Welt unter den 15 häufigsten Todesursachen der über 65-Jährigen. Von einigen genetisch determinierten Ursachen abgesehen sind Aortenerkrankungen Leiden mit parallel zum Alter steigender Inzidenz. Somit ist auch aus demografischen Gründen eine weitere Zunahme der klinischen und sozioökonomischen Bedeutung dieser Erkrankungen zu prognostizieren. Insbesondere das akute Aortensyndrom ist aufgrund neuerer Leitlinien, aber auch verbesserter Bildgebungsverfahren in ein breiteres Bewusstsein der Behandlungsteams von Notfallaufnahmen gerückt. Geschätzt finden sich unter ca. 200–300 Fällen mit akutem Thoraxschmerz und primär vermutetem akuten Koronarsyndrom 1–2 Kranke mit akuter Aortendissektion, gedeckter Aortenruptur oder einem sog. perforierten Aortenulkus (PAU). Die Erkrankung ist von einer hohen Mortalität, im Falle des Überlebens auch von schweren Organkomplikationen bedroht. …
Titel
Erkrankungen der Aorta: Labor bis Operationssaal
Verfasst von
Prof. Dr. A. Welz
Publikationsdatum
24.05.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie / Ausgabe 3/2016
Print ISSN: 0930-9225
Elektronische ISSN: 1435-1277
DOI
https://doi.org/10.1007/s00398-016-0085-2

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Darmkrebsresektion: Laparoskopisches Vorgehen gerade auch für Gebrechliche

Daten aus Großbritannien legen nahe, dass insbesondere ältere und gebrechlichere Darmkrebspatientinnen und -patienten von einem minimalinvasiven Eingriff profitieren könnten – ihnen dieser aber allzu häufig vorenthalten wird.   

Thyreoidektomie auch bei älteren Patienten sicher

Mehr Begleitkrankheiten, geringere physiologische Reserven: Ältere Patientinnen und Patienten tragen ein erhöhtes Risiko für perioperative Komplikationen. Ob und wie ausgeprägt das für die Thyreoidektomie gilt, war Gegenstand einer Metaanalyse von elf Studien.

Therapie von Oligometastasen verbessert Prognose bei Prostata-Ca.

Die operative Entfernung oder Bestrahlung von Oligometastasen eines Prostatakarzinoms verlängert das progressionsfreie Überleben deutlich, der Effekt auf das Gesamtüberleben bleibt jedoch unklar.

Schlafarchitektur nach OP oft massiv gestört

Nach einem operativen Eingriff ist die Schlafqualität oft massiv beeinträchtigt. In einer US-Studie waren bei Risikopatienten nicht nur die Gesamtdauer des Schlafs, sondern vor allem auch REM- und Tiefschlafphasen deutlich verkürzt.

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Laparoskopische Rektumresektion/© Springer Medizin Verlag GmbH, Schilddrüsenoperation/© samrith / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Stereotaktische Strahlentherapie (SBRT) einer solitären ossären Metastase in dem Brustwirbelkörper/© Springer Medizin Verlag GmbH, Frauen ruhen im Krankenhaus /© Gorodenkoff / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)