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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Radiologe 9/2009

C-Arm-CT bei der Chemoembolisation von Lebertumoren

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. P.E. Huppert, G. Firlbeck, O.A. Meissner, H. Wietholtz

Zusammenfassung

Die lokale Effizienz der Chemoembolisation von Lebertumoren ist umso größer, je selektiver die Behandlungen durchgeführt werden. Dies wird maßgeblich durch die Gefäßanatomie bestimmt, aber auch davon, in wieweit es gelingt, tumorversorgende Arterien zu identifizieren und zu katheterisieren. In angiographischen Projektionsbildern ist die Zuordnung von Gefäßterritorien und Tumorregionen erschwert, wenn Tumoren nicht hypervaskularisiert sind und der Parenchymkontrast des Lebergewebes inhomogen ist.
Die C-Bogen-CT bietet die Möglichkeit, selektive Perfusionsbilder tumorversorgender Arterien zu gewinnen und aus deren Abgleich mit der vorangegangenen Schnittbilddiagnostik Rückschlüsse auf die zu erwartende Erfassung der Tumoren durch die lokale Therapie zu ziehen und die Katheterlage wenn notwendig anzupassen. Weiterhin kann die Einlagerung von Embolisaten wie Lipiodol unmittelbar nach der Therapie geprüft werden.
In einer prospektiven Studie mit 75 transarteriellen Chemoembolisationen (TACE) lebereigener Tumoren und Lebermetastasen überprüften wir 85 Katheterlagen mittels Perfusions-C-Bogen-CT und verglichen die diagnostische Sicherheit von Angiographie und Perfusions-C-Bogen-CT bzgl. der Beurteilung der Katheterlage für die geplante Behandlung („ready for delivery“). Die diagnostische Sicherheit erhöhte sich durch die Perfusions-CT in 55% der Fälle, und in 11 Fällen (13%) wurden Katheterfehllagen erkannt und korrigiert. Diese beruhten in 6 Fällen auf einer unzureichenden Erfassung der Tumorregion im Perfusionsvolumen, in 2 Fällen auf einer nicht ausreichend selektiven Katheterlage und in 3 Fällen auf einer nichtselektiven Tumorperfusion über kollateral versorgende Arterien. Mittels C-Bogen-CT konnte in allen untersuchten Fällen die Speicherung von Lipiodol gut beurteilt werden.
Der diagnostische Nutzen der C-Bogen-CT erhöht sich, wenn Tumoren selektiv behandelt werden, die nicht stark hypervaskularisiert und zentral gelegen sind und wenn der Parenchymkontrast des Lebergewebes inhomogen ist. Der zusätzliche Aufwand an Zeit und Kontrastmittel ist relativ gering. Die erforderliche Strahlendosis mit 151 µGy pro Aufnahmeserie erfordert eine sorgfältige und therapieorientierte Indikationsstellung.

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