Skip to main content
Erschienen in: HNO 2/2016

01.02.2016 | Chronische Lärmschwerhörigkeit | Repetitorium Facharztprüfung

Vorbereitung zur Facharztprüfung HNO

Folge 23

verfasst von: Prof. Dr. med. habil. T. Eichhorn

Erschienen in: HNO | Ausgabe 2/2016

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Auszug

Ein 57-jähriger Mann, der mittlerweile 35 Jahre als Kesselschmied gearbeitet hat, stellt sich bei seinem HNO-Arzt wegen seiner in der letzten Zeit deutlich zunehmenden beidseitigen Schwerhörigkeit vor (Abb. 1, Dez. 2010). In Gesellschaft kann er seinen Gesprächspartner immer schlechter verstehen, außerdem muss er das Fernsehgerät lauter einstellen, als es den restlichen Familienmitgliedern lieb ist. Zusätzlich beklagt er ein beidseitiges Ohrgeräusch, das sich in derselben Zeit entwickelt hat und ihn insbesondere nach Beendigung seiner Arbeit abends und am Wochenende zu Hause stört. Oft fällt ihm wegen des Ohrgeräusches, das einem hohen Ton entspricht und kontinuierlich vorhanden ist, das Einschlafen schwer. Seit 10 Jahren hat er rezidivierendes wässriges Ohrlaufen rechts. Er weiß von einem Trommeldefekt rechts, hat aber bisher nicht den Mut aufgebracht, sich der vom HNO-Arzt empfohlenen sanierenden Mittelohroperation zu unterziehen (Beispiel Tonschwellen- und Sprachaudiogramm, Dez. 2010). Persönlichen Gehörschutz verwendete er, weil er bei seiner Tätigkeit auf das Hören von Warngeräuschen angewiesen ist und auch ständig mit seinen Kollegen kommunizieren muss, in Form von Wattepfropfen bei der Arbeit nur gelegentlich.
1.
An welche Ohrerkrankung muss man neben den bei ihm bereits bekannten rechtsseitigen Leiden denken?
 
2.
Welche Erkrankungen sind differenzialdiagnostisch auszuschließen?
 
3.
Welche diagnostischen Maßnahmen sind durchzuführen und welche Formalitäten hat der HNO-Arzt bei einem entsprechenden Verdacht einzuleiten?
 
4.
Wenn es nachfolgend zu einer Bewertung seines Hörschadens kommt, sind welche Untersuchungen notwendig?
 
5.
Wie quantifiziert man in diesen Fällen den Hörschaden üblicherweise?
 
6.
Was versteht man unter dem Begriff Plausibilitätsprüfung und wie wird sie durchgeführt?
 
7.
Wie sind die aufgrund der Vorerkrankungen bereits bestehenden Hörminderungen bei der Quantifizierung der nun zusätzlich wahrgenommenen Höreinbuße zu berücksichtigen?
 
8.
Wie fügt sich das Ohrgeräusch in das Krankheitsbild ein und wie wird ihm bei der Bewertung des Hörschadens Rechnung getragen?
 
9.
Welche Empfehlungen zur Vorsorge eines weiteren Voranschreitens seiner Schwerhörigkeit können dem Patienten gegeben werden?
 
Metadaten
Titel
Vorbereitung zur Facharztprüfung HNO
Folge 23
verfasst von
Prof. Dr. med. habil. T. Eichhorn
Publikationsdatum
01.02.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
HNO / Ausgabe 2/2016
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-016-0121-2

Weitere Artikel der Ausgabe 2/2016

HNO 2/2016 Zur Ausgabe

Neu im Fachgebiet Arbeitsmedizin

Elterliches Belastungserleben, Unaufmerksamkeits‑/Hyperaktivitätssymptome und elternberichtete ADHS bei Kindern und Jugendlichen: Ergebnisse aus der KiGGS-Studie

Open Access ADHS Leitthema

Die Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter [ 1 ]. In Deutschland beträgt die Prävalenz einer elternberichteten ADHS-Diagnose bei Kindern und Jugendlichen 4,4 % …

Substanzkonsum und Nutzung von sozialen Medien, Computerspielen und Glücksspielen unter Auszubildenden an beruflichen Schulen

Open Access Leitthema

Die Begrenzung von Schäden durch Substanzkonsum und andere abhängige Verhaltensweisen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist ein wichtiges Anliegen der öffentlichen Gesundheit. Der Übergang von der Adoleszenz zum jungen Erwachsenenalter ist …

Berufsbelastung und Stressbewältigung von weiblichen und männlichen Auszubildenden

Leitthema

In der Öffentlichkeit wird die berufliche Ausbildung oftmals unter ökonomischen Gesichtspunkten diskutiert: Mit den geburtenstarken Jahrgängen gehen erfahrene Fachkräfte in Rente und von nachfolgenden Generationen rücken zu wenige Arbeitskräfte …

Rauschtrinken in der frühen Adoleszenz

COVID-19 Leitthema

Alkohol ist in Deutschland die mit Abstand am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. Mehr als 2 Drittel aller Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren (70,5 %) hat 2021 in den letzten 30 Tagen Alkohol konsumiert [ 1 ]. Von diesen …