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10.02.2021 | COVID-19 | Originalien | Ausgabe 4/2021 Zur Zeit gratis

Monatsschrift Kinderheilkunde 4/2021

Auswirkungen des Lockdowns während der ersten COVID-19-Welle auf 34 kinder- und jugendärztliche Praxen im Saarland

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 4/2021
Autoren:
Karsten Theiß, Professor Dr. Arne Simon, Professor Dr. Norbert Graf, Professor Dr. Tilman Rohrer
Wichtige Hinweise

Redaktion

Berthold Koletzko, München
Thomas Lücke, Bochum
Ertan Mayatepek, Düsseldorf
Norbert Wagner, Aachen
Stefan Wirth, Wuppertal
Fred Zepp, Mainz

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Saarland war in der ersten Welle der COVID-19-Pandemie eines der am stärksten betroffenen Bundesländer. Niedergelassene Kinder- und Jugendärzte sind erste Ansprechpartner bei Fragen zu Risikofaktoren, Symptomen und Erkrankungsverdacht. Der Lockdown könnte gravierende Auswirkungen auf die allgemeinen Konsultationszahlen, auf Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen haben.

Fragestellung

Auswirkungen des COVID-19-bedingten Lockdowns im Saarland auf die Patientenversorgung in der ambulanten Pädiatrie bezüglich Gesamtkonsultationen, Früherkennungsuntersuchungen sowie fachärztlicher Versorgung.

Methoden

Alle 53 saarländischen Kinder- und Jugendarztpraxen wurden gebeten, ihre Fallzahlen für die Kalenderwochen 2–26 der Jahre 2019 und 2020 zur Verfügung zu stellen. Diese Daten wurden mittels deskriptiver Statistik analysiert.

Ergebnisse

Die Daten aus 34 (64 %) saarländischen Kinder- und Jugendarztpraxen wurden ausgewertet. Im Lockdown kam es zu einem Rückgang von −37,0 % in der Gesamtfallzahl, −9,4 % in der Früherkennungsfallzahl und −35 % in der fachärztlichen Versorgung (4 Schwerpunktpraxen). Nach dem Lockdown blieb im Vergleich zu 2019 die Gesamtfallzahl mit −17,1 % deutlich erniedrigt, die Früherkennungsfallzahl holt mit +9,4 % fast vollständig auf, und auch die fachärztliche Versorgung zeigt mit +7 % Aufholeffekte.

Diskussion

Die ambulante Pädiatrie konnte im Saarland Lockdown-bedingte Kollateralschäden bezüglich präventiver Leistungen vermeiden und ausgefallene/verschobene Leistungen bereits im Beobachtungszeitraum nachholen. Die Gesamtfallzahlen blieben bis zum Ende des Untersuchungszeitraums niedriger als 2019, hierzu könnte auch der ausgeprägte Rückgang anderer respiratorischer Infektionen durch die SARS-CoV-2-Präventionsmaßnahmen beigetragen haben.

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