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27.07.2017 | Diagnostik in der Kardiologie | Kasuistiken | Ausgabe 3/2018

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 3/2018

Protrahiertes malignes neuroleptisches Syndrom nach Haloperidolgabe

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Dr. N. Wystub, S. Heymel, M. Fritzenwanger, P. C. Schulze, R. Pfeifer
Wichtige Hinweise

Redaktion

R. Riessen, Tübingen

Zusammenfassung

Das maligne neuroleptische Syndrom (MNS) ist eine seltene Erkrankung, verursacht durch eine medikamentös induzierte Dopaminrezeptorblockade oder einen Dopaminmangel im Gehirn. Es tritt als schwerwiegende Nebenwirkung einer Neuroleptikatherapie auf. Leitsymptome sind u. a. zentral vermittelte Hyperthermie, Rigor und Vigilanzminderung; paraklinisch imponieren erhöhte Infektparameter und ein Anstieg der Kreatinkinase sowie Zeichen einer Rhabdomyolyse. Zur Abgrenzung von anderen Hyperthermiesyndromen sind die Vormedikation und der klinische Verlauf entscheidend. Das Absetzen des auslösenden Medikaments, die symptomorientierte intensivmedizinische Therapie und ggf. eine Dantrolengabe sind die wesentlichen Bestandteile der Therapie.
Diese Kasuistik schildert den Krankheitsverlauf eines 48-jährigen Manns, bei dem nach Haloperidolinjektion die klassischen klinischen Symptome und Laborparameter eines malignen neuroleptischen Syndroms auftraten.

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