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26. Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) (F44)

  • 2017
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) beschreiben eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit Störungen der integrativen Funktion des Bewusstseins oder mit funktionellen Beeinträchtigungen von Motorik, Sensibilität oder Sensorik. Charakteristisch ist das Fehlen einer, die Symptome hinreichend erklärenden, organischen Erkrankung. Es besteht ein zeitlicher Zusammenhang der dissoziativen Symptome mit traumatisierenden Ereignissen, akuten Belastungssituationen, Beziehungskrisen oder unlösbaren bzw. unerträglichen Konflikten (diese werden nicht selten vom Patienten geleugnet). Therapeutischer Schwerpunkt liegt auf den psychotherapeutischen Verfahren, empfohlen wird ein phasenorientiertes Vorgehen. Gegebenenfalls ist zusätzlich eine unterstützende symptomorientierte Psychopharmakotherapie, v. a. zur Behandlung komorbider Störungen, indiziert.
Titel
Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) (F44)
Verfasst von
S. Weber-Papen
K. Mathiak
F. Schneider
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50345-4_26
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