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02.12.2020 | Leitthema | Ausgabe 1/2021 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2021

Ein modulares Modell zur Qualitätssicherung im Medizin- und Ernährungsjournalismus

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2021
Autoren:
Marcus Anhäuser, Prof. Holger Wormer, Dr. Astrid Viciano, Dr. Wiebke Rögener

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziele

Die Qualität medizinjournalistischer Beiträge spielt bei informierten Entscheidungen von Patienten, von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren sowie für die allgemeine Gesundheitskompetenz (Health Literacy) eine zentrale Rolle. Daher erscheinen Qualitätsstandards notwendig, die wissenschaftliche und journalistische Prinzipien berücksichtigen, aber auch flexibel auf Besonderheiten spezieller gesundheitsrelevanter Themenfelder (Medizin, Ernährung, Umwelt) skalierbar sind.

Methoden

Im Rahmen des Medien-Doktor-Projekts wurden, ausgehend von einem internationalen Katalog, Kriterien für guten Medizinjournalismus analysiert, auf Basis theoretischer Konzepte und praktischer Anwendbarkeit neu klassifiziert und ergänzt. Parallel wurde ein Kriterienkatalog für guten Ernährungsjournalismus abgeleitet.

Ergebnisse

Es konnte ein Konsens über einen Kriterienkatalog erzielt werden, der in allgemeinjournalistische, allgemeinwissenschaftsjournalistische und spezifisch medizinjournalistische Aspekte modularisiert ist. Dieser wird hier erstmals in einem Fachbeitrag vorgestellt. Medizinjournalistische Qualitätskriterien ließen sich mit wenigen Ausnahmen gut auf Ernährungsthemen anpassen. Auf Basis der beiden Kataloge werden seitdem regelmäßig weitere Medienbeiträge bewertet.

Diskussion

Die stärkere Modularisierung der Kriterienkataloge erleichtert deren Anwendbarkeit und eventuell auch Ausweitung auf weitere Fachdisziplinen sowie die Nutzung durch Ärzte ebenso wie Laien. Während sich der Medizinjournalismus stark an wissenschaftlichen Evidenzkriterien orientiert, sollte für den Ernährungsjournalismus weiter untersucht werden, welche Rolle Studien und Experten im Vergleich zu anekdotischer Evidenz spielen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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