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Einfluss spezifischer Osteoporosemedikamente auf die Frakturheilung

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Zusammenfassung

Hintergrund

Zur Behandlung einer gestörten Frakturheilung könnten neben chirurgischen Maßnahmen auch Medikamente gegeben werden. Spezifische Osteoporosemedikamente greifen in den Knochenstoffwechsel ein und werden zur Therapie einer Osteoporose, u. a. nach einer Fragilitätsfraktur, eingesetzt. Denkbar wäre deshalb auch deren Einsatz zur Verbesserung einer gestörten Frakturheilung.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit stellt die klinisch verfügbaren und in der Zulassung befindlichen spezifischen Osteoporosemedikamente vor und geht der Frage nach, ob diese Substanzen die Frakturheilung im Rahmen einer Osteoporosebehandlung beeinflussen. Ferner wird erörtert, ob eine gestörte Frakturheilung durch deren Einsatz verbessert werden kann.

Material und Methoden

Es wurde eine Literaturrecherche (PubMed) anhand themenbezogener Schlüsselbegriffe durchgeführt. Berücksichtigt wurden präklinische Arbeiten, klinische Studien, Übersichtsarbeiten und Metaanalysen, um einen möglichst umfassenden Stand der Wissenschaft mit klinisch relevantem Bezug darzustellen.

Ergebnisse

Präklinische und klinische Studien zeigen, dass spezifische Osteoporosemedikamente keinen relevanten negativen Einfluss auf die Heilung von Fragilitätsfrakturen haben. Die tendenzielle Verbesserung einer gestörten Frakturheilung wurde den knochenanabolen Substanzen zugeschrieben. Die Studienlage ist jedoch uneinheitlich, und eine Zulassung für diese Anwendung besteht nicht.

Schlussfolgerung

Nach einer Fragilitätsfraktur sollte eine Osteoporose gemäß Leitlinie abgeklärt und ggf. mit spezifischen Osteoporosemedikamenten behandelt werden, da diese die Frakturheilung grundsätzlich nicht beeinträchtigen, aber das Risiko für Folgefrakturen deutlich senken. Eine Zulassung zur Verbesserung der Frakturheilung erfordert weitere Studien.
Titel
Einfluss spezifischer Osteoporosemedikamente auf die Frakturheilung
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. Dr. Eric Hesse
Carl Neuerburg
Christian Kammerlander
Ulla Stumpf
Richard Stange
Wolfgang Böcker
Publikationsdatum
23.05.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 7/2019
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-019-0669-x
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