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Handekzem: Adhärenz bei topischer Therapie nicht zufriedenstellend

  • 01.02.2024
  • Online-Artikel
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Einer klinischen Studie zufolge wendet nur etwa die Hälfte der Ekzem-Patient:innen ihre topische Therapie mit Kortikosteroiden wie verordnet an. Darüber hinaus nahm die Adhärenz im Zeitverlauf weiter ab. Bei einer gleichzeitig applizierten barrierestabilisierenden Basiscreme blieb die Anwendungsfrequenz dagegen über die Zeit stabil [1]. 

Eine am Universitätsklinikum Jena durchgeführte prospektive, randomisierte Phase-IV-Studie untersuchte die Adhärenz von Patient:innen mit einer chronischen Dermatose unter einer Kombinationstherapie aus Kortikosteroid-haltigem Topikum und einer barrierestabilisierenden Basiscreme mit Panthenol (Bepanthen® Sensiderm Creme) [1]. 

Studie im Parallelgruppendesign

Die Teilnehmenden (n=80) litten an einem chronischen leichten bis mittelschweren Handekzem, das bei zwei Drittel der Teilnehmenden (65% bzw. 63%) durch eine atopische Dermatitis bedingt war.
Das Ekzem wurde über 35 Tage mit einer Creme oder einer Fettsalbe, die jeweils 0,1% Methylprednisolonaceponat (MPA) enthielt, behandelt. In beiden Gruppen wendeten die Teilnehmenden zusätzlich die Panthenol-haltige Basiscreme an [1].

Das MPA-haltige Topikum wurde einmal täglich aufgetragen, die Panthenol-haltige Creme konnte individuell nach Bedarf über den Tag verteilt appliziert werden. Die Adhärenz wurde mit Hilfe eines „Medication Event Monitoring Systems“ – einem Chip in der Verschlusskappe der Topika, der die Häufigkeit der Verschlussöffnung speichert – bestimmt [1].

Stabile Anwendungsfrequenz der Basiscreme über die Zeit

Unter der Kombinationstherapie besserte das Handekzem in beiden Studiengruppen. Wie in vielen anderen dermatologischen und nicht dermatologischen Indikationen war aber auch in dieser Studie die Therapietreue der Patient:innen nicht zufriedenstellend: Nur 48% der Teilnehmenden waren mit Blick auf das MPA-Topikum adhärent. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen, d.h. die Formulierung des Topikums (Fettsalbe oder Creme) hatte keinen Einfluss auf die Therapietreue. Mit zunehmender Behandlungszeit sank die Adhärenz beim MPA-Topikum weiter ab [1].

Die Panthenol-haltige Creme wurde durchschnittlich 2,3-mal pro Tag aufgetragen. Auch hier gab es keinen Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen. Im Vergleich zur MPA-Anwendung blieb aber die Applikationshäufigkeit der Panthenol-haltigen Creme über die Zeit stabil. Die Daten legen außerdem nahe, dass Teilnehmende, die adhärenter mit Blick auf die topische Therapie sind, auch mehr Bepanthen® Sensiderm nutzen [1].  

Fazit der Autoren

Die Verwendung von Creme oder Fettsalbe mit 0,1% MPA zusammen mit einer Panthenol-haltigen Basiscreme ist eine sichere und wirksame Behandlung von Handekzemen [1].
 

Topische Basistherapie mit lamellar strukturierten Lipiden

Bepanthen® Sensiderm Creme ist ein Medizinprodukt, das Rötungen und Juckreiz infolge von Hauttrockenheit oder atopischer Dermatitis lindert. Die Creme enthält Lipide mit einer hautähnlichen, lamellaren Struktur, die sich in die Hautbarriere einfügen. Natürliche Pflegelipide in der Creme ergänzen die stabilisierende Wirkung. Panthenol befeuchtet die behandelten Hautstellen und schafft optimale Bedingungen für die natürliche Regeneration der Haut.

Literatur:

[1] Gregersen DM et al. Contact Dermatitis 2024; Feb; 90(2): 161-168

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Bildnachweise
Frau kratzt Hand mit Handekzem/© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto