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28.07.2020 | Hans Asperger und die Heilpädagogik | Sonderheft 3/2020 Zur Zeit gratis

Monatsschrift Kinderheilkunde 3/2020

Hans Asperger – Zwischenbericht einer Aufarbeitung durch seine SchülerInnen und KollegInnen

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Sonderheft 3/2020
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Franz Waldhauser, Johann Deutsch, Christian Popow

Zusammenfassung

In zwei rezenten Publikationen wurde Hans Asperger, dem Erstbeschreiber des später nach ihm benannten Syndroms, unterstellt, in der Zeit zwischen 1938 und 1945 mit dem nationalsozialistischen (NS-)Regime bei Zwangssterilisation und Euthanasie zusammengearbeitet zu haben. Die internationale Presse hat, sich teils berufend auf diese Berichte, aus Asperger ein „karrieristisches, den Tod von Kindern akzeptierendes Monster“ kreiert, ohne dass die verantwortlichen AutorInnen nach Wissen der Autoren des vorliegenden Beitrags in adäquater Form protestiert hätten.
Da sich das gezeichnete Bild mit den Erfahrungen von zahlreichen seiner noch lebenden SchülerInnen und KollegInnen nicht deckte, wurde von diesen im ersten Schritt folgenden der publizierten Äußerungen nachgegangen:
1. Angaben zu den „Fahrenden Scholaren“, einer Gruppe in der katholischen Jugendorganisation „Bund Neuland“, die Asperger mit dem späteren katholischen Priester Erwin Hesse als Mittelschüler leitete und zu deren Ideen er lebenslang stand.
2. Darstellung der St.-Lukas-Gilde, einer katholischen Ärztegruppe, die in den 1930er-Jahren gegen die nationalsozialistisch propagierte Idee von Zwangssterilisation und Rassenhygiene aufgetreten ist, und in deren Vorstand Asperger war.
3. Darstellungen, nach denen Asperger die Unwahrheit über seine Verfolgung durch die Gestapo gesagt haben soll.
Bereits in diesen Punkten liegen aus der Sicht der Autoren gravierende Unterschiede zwischen bekannten Fakten und der Darstellung, meist durch Weglassungen oder Interpretationen, vor. Entsprechend haben sich 21 von Aspergers SchülerInnen und KollegInnen um eine Gegendarstellung im primären Publikationsorgan bemüht, die jedoch von den HerausgeberInnen abgelehnt wurde. Zudem wurde gemeinsam mit Historikern eine Arbeitsgruppe gebildet, die den kürzlich publizierten Darstellungen nachgeht. Erste Ergebnisse werden im Folgenden vorgelegt; weitere sind in Ausarbeitung.

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