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22.12.2020 | Hypoxämie | Journalclub | Ausgabe 7-8/2020

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Pneumo News 7-8/2020

O2-Therapie in der Nacht bei COPD mit rein nächtlicher Hypoxie nützt nichts

Zeitschrift:
Pneumo News > Ausgabe 7-8/2020
Autor:
Priv.-Doz. Dr. med. Georg Nilius
Hintergrund u. Fragestellung: Die Langzeit-Sauerstofftherapie ist eine der wichtigsten Optionen für COPD-Patienten mit einer schweren Hypoxämie am Tag, d. h. einem PaO 2 Wert von <55 mmHg. Dabei beruht die Evidenz für diese internationale Standardtherapie letztlich auf zwei kleineren Studien aus den frühen 1980er Jahren [ 1, 2]. In diesen Studien konnte gezeigt werden, dass eine Lebensverlängerung nur dann eintritt, wenn die Sauerstofftherapie mindestens 15 bis 18 h pro 24 h angewandt wird. Aber wie sollen Patienten behandelt werden, bei denen nur eine schlafbezogene Hypoxie vorliegt? Der Stellenwert der nächtlichen Hypoxie ist bisher nicht gut untersucht, weder sind die Ursachen, noch die daraus resultierenden Folgen für die Betroffenen bekannt. Die Pathophysiologie der nächtlichen Hypoxämie ohne Nachweis einer Schlafapnoe wird auf schlafbezogene Hypoventilationen oder im Schlaf zunehmende Ventilations-Perfusions-Verteilungsstörungen zurückgeführt. Ob jedoch eine nächtliche Sauerstoffinsufflation die Prognose dieser Patientengruppe verbessert - z. B., weil der Entwicklung einer pulmonalen Hypertonie entgegengesteuert wird - ist bisher nicht ausreichend untersucht worden. Hier bringt eine aktuelle internationale Studiengruppe INOX aus Kanada, Frankreich, Spanien und Portugal wichtige Ergebnisse. ...

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Literatur
Über diesen Artikel

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