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01.09.2004 | Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 9/2004

Der Urologe 9/2004

Interstitielle Zystitis

Aktuelle Aspekte in der Diagnostik und Therapie

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2004
Autoren:
Dr. A. Loch, U. Stein

Zusammenfassung

Die interstitielle Zystitis (IC) ist eine chronisches, heterogenes Syndrom, das mit den klassischen Symptomen „Nykturie, Pollakisurie und Blasenschmerzen“ einhergeht. Populationsstudien zeigen ansteigende Prävalenz- und Inzidenzraten. Von den unterschiedlichen Hypothesen zur Pathogenese und Ätiologie werden die der epithelialen Dysfunktion und der neurourothelialen Wechselwirkung am häufigsten zur Erklärung genutzt. Es empfiehlt sich eine individuelle und flexible Anwendung der offiziellen Diagnosekriterien des NIDDK (National Institute of Diabetes, Digestive and Kidney Disease), um gut therapierbare Frühformen nicht zu übersehen. Da ein pathognomonischer Marker noch fehlt, beruht die Diagnose v. a. auf klinischen Befunden und dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen. Blasenspiegelung und Probebiopsie sind nicht beweisend, machen die Diagnose jedoch wahrscheinlicher und können wichtige Informationen über den Ausprägungsgrad, auch in Hinblick auf eine angepasste Therapie, liefern. Die elektromotorische Medikamentenapplikation (EMDA) in der Instillationstherapie hat in den letzten Jahren die Erfolgsraten der konservativen Therapie deutlich verbessert.

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