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12.09.2018 | Schwerpunkt: Kardiale Device-Therapie | Ausgabe 10/2018

Der Internist 10/2018

Kardiale Kontraktilitätsmodulation

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 10/2018
Autoren:
PD Dr. J. Kuschyk, B. Rudic, M. Borggrefe, I. Akin
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Hasenfuß, Göttingen

Zusammenfassung

Die kardiale Kontraktilitätsmodulation (CCM) ist eine Device-basierte elektrische Therapieform zur additiven Behandlung der chronischen medikamentös therapierefraktären Herzinsuffizienz. Hochamplitudige Signale werden während der absoluten Refraktärphase appliziert und induzieren über multiple Mechanismen inklusive Modifikationen der Genexpression und Beeinflussung myokardialer Schlüsselproteine eine Steigerung der Kontraktilität. Aktuell sind weltweit >3500 CCM-Devices erfolgreich implantiert worden. In randomisierten Studien wurden eine Verbesserung der Belastungskapazität und der Lebensqualität sowie eine Verbesserung linksventrikulärer Parameter nachgewiesen. Für Patienten mit therapierefraktärer Herzinsuffizienz und schmalem QRS-Komplex ist die CCM momentan außerhalb von Studien zusammen mit der Barorezeptortherapie die einzige additive elektrische Therapieoption in Deutschland. Erstmalig erfolgte aktuell eine Berücksichtigung in den neuen Leitlinien der Herzinsuffizienz. Prognostische Daten zur Mortalität liegen als Fallserien vor, aktuell laufen diesbezüglich randomisierte Studien bzw. Register, die mittlerweile teilweise publiziert sind. Eine Zulassung durch die Food and Drug Administration wird in den nächsten Monaten erwartet.

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