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Langzeitsauerstofftherapie

Indikation und Durchführung

  • 01.11.2010
  • CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Erkrankungen die mit einer chronischen Hypoxämie einhergehen, weisen eine verminderte Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sowie eine erhöhte Morbidität und Mortalität auf, die durch eine Langzeitsauerstofftherapie (long-term oxygen therapy, LTOT) verbessert werden können. Diese ist indiziert, wenn der arterielle Sauerstoffpartialdruck unter Ruhebedingungen während einer stabilen Krankheitsphase bei ≤55 mmHg (7,3 kPa) liegt und die Sauerstoffgabe einen Anstieg des paO2 auf ≥60 mmHg (8 kPa) oder eine Verbesserung von ≥10 mmHg (1,3 kPa) bewirkt. Die LTOT kann auch sinnvoll sein, wenn der paO2 unter Ruhebedingungen normal ist, jedoch unter körperlicher Belastung auf ≤55 mmHg (7,3 kPa) abfällt und es zu einem Anstieg des paO2 unter Sauerstoffgabe auf ≥60 mmHg (8 kPa) kommt oder die Belastbarkeit verbessert werden kann. Die LTOT ist weiterhin indiziert, wenn der paO2 zwischen 55 und 60 mmHg liegt, sofern ein Cor pulmonale oder eine Polyglobulie vorliegen. Die erforderliche Sauerstoffmenge sowie die Systeme zur Sauerstofftherapie müssen durch geeignete Befunde ermittelt und dokumentiert werden.
Titel
Langzeitsauerstofftherapie
Indikation und Durchführung
Verfasst von
Prof. Dr. H. Magnussen
A.-M. Kirsten
H. Dirmeier
Publikationsdatum
01.11.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Zeitschrift für Pneumologie / Ausgabe 6/2010
Print ISSN: 2731-7404
Elektronische ISSN: 2731-7412
DOI
https://doi.org/10.1007/s10405-010-0435-9
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