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Gallengangsatresie

Wo stehen wir heute, und wie geht es weiter?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die interdisziplinäre Vernetzung und die Zentralisation v. a. seltener Krankheiten sind ebenso wie die Transition Merkmale moderner Kindermedizin. Diese Entwicklung kann am Beispiel der Gallengangsatresie („biliary atresia“, BA) exemplarisch dargestellt werden. Denn bereits die frühzeitige Diagnose und Therapie sind Voraussetzungen für einen günstigen klinischen Verlauf, der in diesem Fall ein möglichst langes Überleben mit der eigenen Leber bedeutet. Allerdings repräsentiert die BA nach wie vor die häufigste Indikation zur Lebertransplantation (LTx) im Kindesalter. Aber auch nach einer erfolgreichen Transplantation bleibt jeder BA-Patient ein „Leber-Patient“, der mit fortschreitendem Alter seine Transition in die Erwachsenenmedizin erlebt. Um die klinischen Dimensionen der BA richtig einordnen zu können, muss sich der behandelnde Pädiater vergegenwärtigen, dass immer noch nur sehr geringes Wissen über die BA vorliegt. Mit anderen Worten: Es werden die Symptome einer im Wesen unbekannten Erkrankung behandelt. Aus diesem Grund haben sich in den letzten Jahrzehnten weltweit zahlreiche Arbeitsgruppen zur klinischen und zur translationalen Grundlagenforschung gebildet. Im vorliegenden Beitrag wird daher der aktuelle Stand zusammengefasst, und es werden Perspektiven für die kommenden Jahre aufgezeigt.
Titel
Gallengangsatresie
Wo stehen wir heute, und wie geht es weiter?
Verfasst von
Prof. Dr. med. C. Petersen
O. Madadi-Sanjani
Publikationsdatum
04.09.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 11/2019
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-019-00768-z
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Bildnachweise
Neugeborenes im OP-Kreißsaal direkt nach Entbindung per Kaiserschnitt/© Peter Widmann / blickwinkel / dpa (Symbolbild mit Fotomodell), CME App