Skip to main content
main-content

17.04.2019 | Leitthema | Ausgabe 5/2019 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2019

Monitoring hitzebedingter Sterblichkeit in Hessen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2019
Autoren:
Hendrik Siebert, Helmut Uphoff, Henny Annette Grewe

Zusammenfassung

Hintergrund

Der kontinuierlichen Beobachtung des Sterbegeschehens wird in aktuellen Empfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen eine hohe Bedeutung beigemessen. Sie dient der Problemerfassung und Maßnahmenevaluation. International existierende Monitoringsysteme unterscheiden sich in Datenauswahl und Auswertungsverfahren. In Deutschland dagegen sind etablierte Verfahren rar.

Fragestellung

Wie lässt sich auf Landesebene ein praktikables Monitoring hitzeassoziierter Sterblichkeit mit Routinedaten etablieren?

Material und Methoden

Basierend auf hessischen Sterbedaten wurden die Sommermonate 2000–2018 mit Wetterparametern in Beziehung gesetzt und Ansätze für räumliche Betrachtungen, Schwellenwertfestlegung und Bereinigungsverfahren exploriert.

Ergebnisse und Diskussion

Für das gesamte Landesgebiet in Hessen erwies sich die über alle Stationen gemittelte Tagesmitteltemperatur als geeigneter Temperaturparameter.
Die Schätzung der Basislinie erfolgte mittels gleitenden Mittels aus 25 Tageswerten auf Basis fünfjähriger Referenzperioden, die Bereinigung der Erwartungswerte um Hitzeexzesse durch Ersetzung mit Beobachtungswerten aus drei Vorjahren. Als Exzesskriterium wurde das Zweifache der Standardabweichung der Erwartungswerte in Kombination mit einer Temperaturschwelle definiert, die aus der relativen Häufigkeit der Exzesssterbefälle je Temperaturintervall von 1 ℃ empirisch ermittelt wurde. Zwischen 2005 und 2018 konnten mit diesem Verfahren an 49 Tagen mit Tagesmitteltemperaturen >23,0 ℃ insgesamt 889 Exzesssterbefälle geschätzt werden.

Fazit

Eine zeitnahe Datenverfügbarkeit während der Sommermonate vorausgesetzt lässt sich mit diesem Verfahren ohne großen Aufwand eine kontinuierliche Beobachtung des Sterbegeschehens während der Sommermonate etablieren.

Unsere Produktempfehlungen

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz

Print-Titel

  • Öffentliches Gesundheitswesen und staatliche Gesundheitspolitik
  • Erkenntnisse der biologisch-medizinischen Grundlagenforschung
  • Konkrete Maßnahmen zu Risikoabwehr und Gesundheitsschutz

e.Med Interdisziplinär

Kombi-Abonnement

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de. Zusätzlich können Sie eine Zeitschrift Ihrer Wahl in gedruckter Form beziehen – ohne Aufpreis.

Jetzt bestellen und im ersten Jahr 100€ sparen!Jetzt e.Med zum Sonderpreis bestellen!

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2019 Zur Ausgabe


 

Neu im Fachgebiet Allgemeinmedizin

Meistgelesene Bücher aus dem Fachgebiet

2018 | Buch

Repetitorium Geriatrie

Geriatrische Grundversorgung - Zusatz-Weiterbildung Geriatrie - Schwerpunktbezeichnung Geriatrie

Das vorliegende Werk orientiert sich an den Fort-bzw. Weiterbildungsinhalten der Zusatz-Weiterbildung „Geriatrie“ , der Schwerpunktbezeichnung „Geriatrie“ sowie der strukturierten curricularen Fortbildung „Geriatrische Grundversorgung“ und wendet …

Herausgeber:
Dr. Rainer Neubart

2012 | Buch

Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin

Klinik Diagnose Therapie

Patienten mit Hautkrankheiten machen einen großen Anteil der Patienten in der Allgemeinarztpraxis aus. Prägnante Texte und zahlreiche Abbildungen zu Klinik, Pathogenese, Diagnose und Therapie helfen, die häufigsten dermatologischen Probleme zu lösen.

Autor:
Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Allgemeinmedizin und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise