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20.04.2021 | Pathologie | CME | Ausgabe 3/2021

Der Pathologe 3/2021

WHO-Klassifikation der Hypophysentumoren des Jahres 2017

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 3/2021
Autor:
Prof. Dr. Wolfgang Saeger
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

S. Perner, Lübeck
Ch. Röcken, Kiel
P. Wild, Frankfurt

Zusammenfassung

Die WHO-Klassifikation der Hypophysentumoren aus dem Jahr 2017 basiert bez. der Adenome weiterhin auf Strukturanalysen und der immunhistologischen Expressionen hypophysärer Hormone, aber als erster entscheidender Neuerung auch auf der Expression der 3 hypophysären Transkriptionsfaktoren Pit‑1, T‑Pit und SF‑1. Die 2. Neuerung ist der Ersatz des Begriffs „atypisches Adenom“ durch „aggressives Adenom“. Die 3. Neuerung betrifft die 3 neurohypophysären Tumoren Pituizytome, Spindelzellonkozytome und Granularzelltumoren, die durch ihre gemeinsame TTF-1-Expression definiert sind. Die Kraniopharyngeome lassen sich als adamantinomatöser Subtyp durch ihren fokalen nukleären β‑Catenin-Nachweis und als papillarer Subtyp durch den BRAF(V600E)-Mutationsnachweis identifizieren. Weitere primär hypophysäre Tumoren sind extrem selten. Sie sind ebenso wie die Tumoren der Sellaregion nahezu immer im Zweifelsfall mit immunhistologischen Methoden von Hypophysentumoren sicher unterscheidbar.

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