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32. Hals-Nasen- und Ohrenerkrankungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Auf einen Blick

Verordnungsprofil Rhinologika werden lokal zur symptomatischen Behandlung der behinderten Nasenatmung bei Nasenschleimhautentzündungen und bei Rhinosinusitiden eingesetzt. Die weitaus größte Gruppe bilden die schleimhautabschwellenden Alphasympathomimetika (α1-Adrenorezeptoragonisten). Otologika werden zur lokalen antientzündlichen Therapie im Bereich des äußeren Ohres eingesetzt, ferner in Kombination mit einem Lokalanästhetikum in der symptomatischen Therapie von Ohrenschmerzen.
Bewertung Die topischen Sympathomimetika gehören zu den nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und werden daher fast nur noch bei Kindern verordnet. Topische Glucocorticoide sind bei allergischer Rhinitis zuverlässig wirksam, ferner sind sie Bestandteil der konservativen Therapie der chronischen Rhinosinusitis mit und ohne Nasenpolypen. Für die Lokaltherapie der bakteriell bedingten Otitis externa diffusa steht mit dem Fluorchinolon Ciprofloxacin ein gut wirksames Antibiotikum (antibakterieller Arzneistoff) zur Verfügung. Die lediglich symptomatisch wirksamen Lokalanästhetikakombinationen zeigen weiter Verordnungsabnahmen. Eine Zunahme der Verordnungen im HNO-Bereich zeigen die Arzneimittel zur Hyposensibilisierung. Dies ist auch bedingt durch die Zunahme allergischer Erkrankungen weltweit.
Teile des Kapitels wurden mit Zustimmung des Autors Karl-Friedrich Hamann dem Kapitel „Rhinologika und Otologika“ in den vorangegangenen Ausgaben des Arzneiverordnungs-Reports bis 2021 entnommen, ohne besonders gekennzeichnet zu sein.
Titel
Hals-Nasen- und Ohrenerkrankungen
Verfasst von
Dr. med. Horst Luckhaupt
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66303-5_32
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