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11.10.2020 | Spezielle urologische Diagnostik | Leitthema | Ausgabe 12/2020

Der Urologe 12/2020

Infektionskomplikationen bei Prostatabiopsie 2020 – Was hat sich geändert?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2020
Autoren:
PD Dr. A. Pilatz, G. Bonkat, F. Wagenlehner

Zusammenfassung

Hintergrund

Infektionskomplikationen nach Prostatabiopsie sind von zunehmender Relevanz und Fluorchinolone sind als perioperative Antibiotikaprophylaxe in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht mehr zugelassen.

Ziel der Arbeit

Diese Übersichtsarbeit soll aufzeigen, wie Infektionskomplikationen bei der Prostatabiopsie reduziert werden können.

Material und Methoden

Die Leitliniengruppe Urologische Infektionen der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) hat kürzlich eine Metaanalyse in zwei Teilen auf der Basis randomisiert kontrollierter Studien (RCTs) veröffentlicht, deren wichtigste Inhalte hier dargestellt werden sollen.

Ergebnisse

Die transperineale Prostatabiopsie ist mit signifikant weniger Infektionskomplikationen assoziiert als die transrektale Biopsie. Sollte dennoch die transrektale Biopsie gewählt werden, sind eine intrarektale Reinigung mit Povidon-Jod sowie eine antibiotische Prophylaxe ohne Fluorchinolone zu verwenden. Als antibiotische Prophylaxestrategien kommen die zielgerichtete Prophylaxe nach Empfindlichkeitstestung der Enddarmflora, die augmentierte Prophylaxe mit mehreren Antibiotika und die empirische Monoprophylaxe mit Nicht-Fluorchinolonen in Frage. Daten aus RCTs liegen hier für Aminoglykoside, 3. Generationscephalosporine und Fosfomycin trometamol vor.

Diskussion

Die transperineale Biopsie ist aufgrund signifikant niedrigerer Infektionen bevorzugt zu verwenden. Sollte die transrektale Biopsie weiterhin zum Einsatz kommen ist zu beachten, dass Fluorchinolone als Infektionsprophylaxe nicht mehr zugelassen sind.

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