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18.01.2018 | Tracheitis | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Der Pneumologe 2/2018

Antibiotika helfen nicht immer – akute Atemwegsinfektionen im Fadenkreuz

Zeitschrift:
Der Pneumologe > Ausgabe 2/2018
Autor:
Dr. S. Schneitler
Wichtige Hinweise

Redaktion

P. Kardos, Frankfurt
W. Randerath, Solingen

Zusammenfassung

Antibiotika sind wesentliche Bausteine in der Behandlung infektiöser Erkrankungen. Ihre Wirksamkeit ist durch die effektive und schnelle Entwicklung von Resistenzen bei Bakterien eingeschränkt. Daher stellt die Entscheidung für den Einsatz und die Auswahl eines Antibiotikums eine immer diffizilere Frage dar. Der größte Anteil der Antibiotika wird im ambulanten Bereich eingesetzt; Infektionen der Atemwege gehören zu den häufigsten Indikationen. Welche Rolle spielen Resistenzen im ambulanten Bereich? Welcher Atemwegsinfekt sollte mit einem Antibiotikum therapiert werden? Kann das Prinzip des „Antibiotic Stewardship“ auch unter den Besonderheiten des ambulanten Settings zum rationalen Einsatz von Antibiotika beitragen? Zu Faktoren, die den Einsatz von Antibiotika beeinflussen, gehören der Wunsch des Patienten, die fehlende Überwachungsmöglichkeit an Wochenenden und die Erfahrung des einzelnen Arztes. Mittels regionaler „Antibiotic-Stewardship“-Programme wird aktuell im ambulanten Bereich evaluiert, welche Maßnahmen zum gezielten Einsatz von Antibiotika sinnvoll sind. Auch wenn diese Studien erst in den nächsten Jahren Ergebnisse liefern werden, sind dennoch schon heute Strategien zur differenzierten Therapie in Abwägung von Nutzen und Risiken notwendig.

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