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20.02.2017 | Originalien | Ausgabe 7/2017

Der Chirurg 7/2017

Vom Antrag auf Kostengutsprache bis zur bariatrischen Operation

Personelle Ressourcenanalyse an einem Zentrum der Maximalversorgung

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 7/2017
Autoren:
F. Nickel, C. Tapking, U. Zech, K. Huennemeyer, A. T. Billeter, P. C. Müller, H. G. Kenngott, B. P. Müller-Stich, MBA Prof. Dr. med. L. Fischer

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Adipositas stellt eine medizinische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Der Weg eines Patienten mit Operationsindikation von der Erstvorstellung bis zum Zeitpunkt der Operation ist mit einem erheblichen Ressourceneinsatz verbunden.

Ziel der Arbeit

Ziele der vorliegenden Studie sind die Analyse des Personal- und Zeitaufwands, die für die Betreuung adipöser Patienten mit Operationsindikation von der Erstvorstellung bis zur Operation notwendig sind. Daneben werden Ursachen untersucht, warum Patienten nach erfolgter Kostengutsprache nicht operiert werden.

Material und Methoden

Zwischen 2012 und 2013 wurden bei Patienten mit Indikation zu einer bariatrischen Operation nach gültigen S3-Leitlinien die personellen und zeitlichen Ressourcen für den Prozess von der Erstvorstellung bis zur Erstellung der Kostengutsprache zusammen mit BMI, Alter, Geschlecht, Edmonton-Obesity-Staging-System(EOSS)-Stadium und Komorbiditäten erfasst. Patienten, die bis Dezember 2015 nicht operiert worden sind, wurden telefonisch über die Gründe befragt.

Ergebnisse

Im Rahmen dieser Studie wurden die Daten von 176 Patienten ausgewertet (110 weiblich, 62,5 %). Bei den Patienten erfolgten durchschnittlich 2,7 kombinierte Besuche in der Chirurgie mit Ernährungsberatung, 1,7 Besuche in der Psychosomatik, 1,5 isolierte Ernährungsberatungen und 1,4 Besuche in der Inneren Medizin. Die durchschnittlichen Personalkosten von der Erstvorstellung bis zum Antrag auf Kostengutsprache lagen bei 404,90 ± 117,00 EUR. Von 176 Gutachten wurden 130 (73,8 %) initial positiv von den Krankenkassen beurteilt. Bei insgesamt 40 Patienten wurde ein Gegengutachten geschrieben, hiervon wurden 20 (50 %) im Beobachtungszeitraum positiv bewertet. Das ergibt eine Gesamtzusagerate von 85,2 % (150/176). Bei einem medianen Follow-up von 2,8 ± 1,1 Jahren wurden insgesamt 93 von 176 Patienten (53,8 %) operiert. Davon wurden 16 Patienten erst operiert, nachdem die Kostenzusage für ein Gegengutachten bewilligt war.

Zusammenfassung

Die Betreuung übergewichtiger Patienten von der Erstvorstellung bis zur Operation bindet erhebliche Ressourcen. Die Kosten-Nutzen-Kalkulation eines Adipositaszentrums sollte berücksichtigen, dass bei ca. der Hälfte der Patienten keine zeitnahe Operation durchgeführt wird.

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