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05.12.2016 | Industrieforum | Ausgabe 6/2016

HNO Nachrichten 6/2016

Weniger Asthmasymptome mit sublingualer Immuntherapie

Zeitschrift:
HNO Nachrichten > Ausgabe 6/2016
Autor:
Dr. Marion Hofmann-Aßmus
_ Allergien sind häufig das erste Anzeichen für eine Asthmadisposition. Daher besteht ein wichtiges Ziel der Allergietherapie darin, die Entwicklung zum Asthma zu unterbinden. In einer Studie konnte die sublinguale Immuntherapie das Risiko für das Auftreten von Asthmasymptomen nahezu halbieren. „Auf diese Studie haben wir jahrelang gewartet“, erklärte Prof. Eckard Hamelmann, Allergie-Centrum der Ruhr-Universität Bochum. Denn die GRAZAX® Asthma-Prevention (GAP)-Studie belege erstmals, dass sich der Entwicklung von Asthmasymptomen vorbeugen und die Symptomatik der Gräserpollenallergie anhaltend lindern lasse (Studie noch nicht veröffentlicht) „Das ist ein Durchbruch in der Therapie von allergischen Patienten“, konstatierte der pädiatrische Allergologe. In die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie wurden 812 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren an 101 Zentren in 11 europäischen Ländern eingeschlossen. Alle Kinder zeigten zu Beginn der Studie relevante Symptome einer Gräserallergie (allergische Rhinokonjunktivitis), jedoch keine Asthmasymptome. Sie erhielten entweder ein standardisiertes Allergenpräparat aus Gräserpollen von Wiesenlieschgras (Phleum pratense, GRAZAX®) oder Placebo. An die dreijährige Behandlungsphase schloss sich eine zweijährige doppelblinde Nachbeobachtungsphase an. Auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI) in Wien wurden aktuelle Daten vorgestellt. Wie die Endauswertung zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung zeigte, verringerte die Immuntherapie den Anteil der Patienten mit Asthmasymptomen (Giemen, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit oder Husten über > 10 Tage) oder mit Anwendung von Asthmamedikamenten (z.B. systemische oder inhalative Kortikosteroide) (Odds Ratio: 0,66, p<0,05). Weiterhin reduzierte sich unter Verum auch der Anteil an Patienten, die während der gesamten fünfjährigen Studiendauer an Asthmasymptomen litten (Odds Ratio: 0,71, p<0,05). Dieser Effekt wurde insbesondere während der zweijährigen Phase nach Behandlungsabschluss beobachtet (Odds Ratio: 0,55, p<0,05). Es ließ sich jedoch kein Effekt hinsichtlich der Zeit bis zur Erstdiagnose einer reversiblen Lungenfunktionsstörung nachweisen, weshalb der primäre Endpunkt der Studie nicht erreicht wurde. ...

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