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10.01.2018 | Leitthema | Ausgabe 2/2018

Monatsschrift Kinderheilkunde 2/2018

Ambulante pädiatrische Versorgung in Österreich

Status quo und mögliche Zukunftsmodelle

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 2/2018
Autoren:
Prof. Dr. R. Kerbl, P. Voitl

Zusammenfassung

Auch in Österreich ist die Entwicklung der ambulanten pädiatrischen Versorgung unklar. Das bisherige duale Prinzip ist von Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde (insbesondere in Ballungszentren) sowie von Ärzten für Allgemeinmedizin (insbesondere im ländlichen Bereich) getragen. Die niedergelassenen Pädiater sind großteils in Einzelpraxen tätig; dies erscheint aber gerade für Jüngere nicht mehr erstrebenswert, sodass zunehmend Kassenstellen unbesetzt bleiben. Das 2017 beschlossene „Primärversorgungsgesetz“ sieht die österreichweite Errichtung von Primärversorgungszentren (PHC) vor, in denen das „Team um den Hausarzt“ aufgebaut werden soll. Neben Pflegefachkräften, Hebammen, medizinisch-technischen Diensten u. a. sind Kinderfachärzte vorgesehen. Die Attraktivität dieser „zugeordneten“ Tätigkeit für Kinderfachärzte bleibt allerdings höchst fraglich. Die flächendeckende pädiatrische Versorgung durch Allgemeinmediziner bietet sich wegen der kurzen Ausbildungszeit nicht als geeignete Option an. In Ergänzung zu den PHC müssen zukünftige Versorgungsmodelle angedacht werden. Eine Herausforderung stellt die Schaffung attraktiver Gehalts- bzw. Honorarmodelle dar, insbesondere auch, weil mehrere „Player“ an der Vertragserstellung beteiligt sind. Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und der Verein Politische Kindermedizin sind mehrfach an die Gesundheitsplaner herangetreten, um das immanente Versorgungsdefizit durch rechtzeitige Planung zu verhindern – bisher ohne Erfolg. Es ist daher wichtig, dieses Problem im Schulterschluss mit europäischen pädiatrischen Fachgesellschaften („European Academy of Paediatrics“ [EAP], „European Confederation of Primary Care Paediatricians“ [ECPCP] und „European Paediatric Association“ [EPA]) proaktiv zu thematisieren.

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