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Wirksame und sichere Hyposensibilisierung bei Bäckern mit ganzjähriger Rhinokonjunktivitis allergica und allergischem Asthma bronchiale bei Mehlstauballergie

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Zusammenfassung

Hintergrund

Durch die Inhalation von Mehlstaub besteht für Bäcker ein erhöhtes Risiko für eine allergische, obstruktive Atemwegserkrankung. Das mehlinduzierte Asthma bronchiale zählt deshalb zu den häufigsten berufsbedingten Atemwegskrankheiten. Oft führen die Beschwerden zur Berufsunfähigkeit.

Methoden

39 Patienten mit mehlinduzierter allergischer Rhinokonjunktivitis und Bäckerasthma wurden in unserer Klinik seit 2002 durch eine spezifische Immuntherapie (SIT) mit Mehlmischung hyposensibilisiert. Zehn Therapieversager wurden zusätzlich für weitere fünf Jahre mit einer Dualtherapie, bestehend aus kausaler SIT und symptomatischer Behandlung mit dem Anti-IgE-Antikörper Omalizumab, weiterbehandelt.

Ergebnisse

Sowohl die SIT-Patienten als auch dual behandelte Patienten zeigten eine deutliche Besserung der nasalen, konjunktivalen und bronchialen Beschwerden. Schwere lokale oder systemische Nebenwirkungen traten nicht auf.

Schlussfolgerung

Sowohl die SIT als auch die duale Therapie stellen eine effiziente und gut verträgliche Behandlungsoption für Mehlstauballergiker dar.
Titel
Wirksame und sichere Hyposensibilisierung bei Bäckern mit ganzjähriger Rhinokonjunktivitis allergica und allergischem Asthma bronchiale bei Mehlstauballergie
Verfasst von
Dr. Bettina Hauswald
Mandy Cuevas
Jürgen Boxberger
Thomas Zahnert
Publikationsdatum
15.03.2018
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