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02.09.2019 | Leitthema | Ausgabe 10/2019

Monatsschrift Kinderheilkunde 10/2019

Auswirkungen und Folgen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 10/2019
Autoren:
Dr. T. Brüning, C. Mohr, D. Clauß, T. Ramsauer, L. Simon-Stolz
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Hansen, Hannover
B. Herrmann, Kassel

Zusammenfassung

Hintergrund

Misshandlung, Vernachlässigung und andere psychosoziale Belastungsfaktoren in der Kindheit können gravierende lebenslange Folgen auch für die körperliche Gesundheit haben (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs). Dies macht Belastungsfaktoren in der Kindheit zu einem drängenden, bislang zu wenig beachteten Thema der medizinischen Versorgung über die gesamte Lebensspanne.

Fragestellungen

Wie zeigen sich solche psychosozialen Belastungsfaktoren in der (Kinder‑)Arztpraxis? Wie können Ärztinnen und Ärzte Hochrisikopatienten erkennen? Wie können sie den negativen Langzeitfolgen präventiv begegnen?

Material und Methoden

Einführung in das Thema anhand von ausgewählter Fachliteratur (unter besonderer Berücksichtigung der Studie Adverse Childhood Experiences, ACE), Vertiefung am Beispiel einer speziellen Patientengruppe (Kinder sucht- und psychisch kranker Eltern), handlungsorientierter Überblick über Präventionsmaßnahmen sowie Expertenempfehlungen für ärztliches Handeln gemäß der S3(+)-Leitlinie Kinderschutz 2019 der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Ergebnisse

Als Ursache für die lebenslangen negativen Folgen belastender Kindheitserfahrungen vermutet man chronischen Stress, der den kindlichen Organismus in eine permanente Fight-or-flight-Bereitschaft versetzt. Die hierdurch bedingte chronische Überbeanspruchung verursacht bleibende physische Schäden. Epigenetische „Schalter“ sorgen durch das An- und Ausschalten von DNA-Sequenzen für eine schnelle Anpassung an bedrohliche Entwicklungsumwelten. Von Missbrauch und Vernachlässigung betroffene Kinder wachsen in der Mehrzahl der Fälle mit einer Vielzahl weiterer Belastungsfaktoren auf. Daher geht es nicht nur darum, akute Gefährdungen abzuwenden. Vielmehr müssen die Lebensumstände der Kinder ganzheitlich und nachhaltig verbessert werden.

Schlussfolgerungen

Um Kinder vor den lebenslangen Folgen belastender Kindheitserfahrungen zu bewahren, ist frühzeitige Hilfe entscheidend. Da Kinder heutzutage von Ärztinnen und Ärzten fast ausnahmslos im Rahmen der Regelversorgung gesehen werden, nehmen diese eine Schlüsselposition für den Schutz der Kinder ein.

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