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01.12.2010 | Leitthema | Ausgabe 12/2010

Der Hautarzt 12/2010

Chronisch entzündliche und autoimmun vermittelte Dermatosen in der Schwangerschaft

Verlauf und Prognose für Mutter und Kind

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 12/2010
Autoren:
Dr. R. Renner, M. Sticherling

Zusammenfassung

Chronisch entzündliche Dermatosen während der Schwangerschaft können unterschiedliche Verläufe bei Mutter und Kind zeigen. Aufgrund der typischerweise TH2-dominierten Immunreaktionen verschlechtern sich häufig atopische Ekzeme oder ein Lupus erythematodes, während sich eine Psoriasis vulgaris verbessern kann. Die Impetigo herpetiformis als schwangerschaftsassoziierte Sonderform der Psoriasis verläuft hingegen häufig schwer. Beim Lupus erythematodes und anderen Autoantikörper-getriggerten Dermatosen wie dem Pemphigus vulgaris findet sich im Gegensatz zur linearen IgA-Dermatose ein erhöhtes Risiko für das Kind aufgrund der diaplazentaren Übertragung von Autoantikörpern, sodass eine Plazentainsuffizienz mit Wachstumsverzögerung und Frühgeburt sowie spezifische Hautveränderungen oder Systemmanifestationen beim Kind auftreten können. Eine schwere Pityriasis rosea führt bis zur 20. Schwangerschaftswoche zu einer erhöhten Rate an Aborten und Frühgeburten. Die frühzeitige Diagnose und individuell angepasste Therapie von Hauterkrankungen sind damit sowohl für die Schwangere als auch ihr Kind bedeutsam.

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