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30.06.2017 | Medizinrecht | Ausgabe 4/2017

Rechtsmedizin 4/2017

Der rechtliche Rahmen für den Umgang mit Fehl- und Totgeburten

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 4/2017
Autor:
LL.M. Dr. iur. A. K. Weilert
Wichtige Hinweise
Dr. iur. A.K. Weilert, LL.M., ist wissenschaftliche Referentin an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e. V. (Institut für interdisziplinäre Forschung) in Heidelberg. Der Beitrag geht auf einen Vortrag der Autorin zurück, den sie am 24.06.2016 im Rahmen des 2. Symposiums des Göttinger Zentrums für Medizinrecht „Würde und Selbstbestimmung des Menschen über den Tod hinaus“ an der Georg-August-Universität in Göttingen gehalten hat. Eine erweiterte Publikationsfassung wird im Tagungsband (Duttge G, Viebahn C [2017] Würde und Selbstbestimmung des Menschen über den Tod hinaus, Göttinger Schriften zum Medizinrecht, Universitätsverlag) publiziert.

Zusammenfassung

Das veränderte moralische Empfinden gegenüber Fehl- und Totgeborenen manifestiert sich in den rechtlichen Regelungen des Personenstands- sowie Friedhofs- und Bestattungsrechts. Der Beitrag gibt einen Überblick über die gegenwärtige Rechtslage und zeigt auf, welche rechtlichen Folgen das Erreichen der 500-g-Grenze nach sich zieht. Dabei werden die Unterschiede in den landesrechtlichen Friedhofs- und Bestattungsgesetzen deutlich gemacht. Verfassungsrechtlich entfaltet die dem Nasciturus nach Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz (GG) zukommende Würde gewisse zeitlich begrenzte Fortwirkungen auch nach seinem Ableben, sodass schon Fehlgeborene nicht einfach als Sondermüll „entsorgt“ oder sonst in unwürdiger Weise verwendet werden dürfen.

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